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Uedem-Keppeln
Ludger Wulle neuer Pächter in Keppeln

Uedem-Keppeln: Ludger Wulle neuer Pächter in Keppeln
Die neuen Pächter, Ludger Wulle und Lebensgefährtin Barbara Blenkers, mit dem Vorsitzenden des Trägervereins der Dorfschule, Hans Heiming. FOTO: GOTTFRIED EVERS
Uedem-Keppeln. Bürgerbegegnungsstätte geht in eine neue Runde: Ein Getränkehändler aus Kranenburg ist zuversichtlich, das richtige Konzept zu haben. Trägerverein will versuchen, die Bevölkerung stärker für "ihre" alte Schule zu interessieren. Von Anja Settnik

Die "Queekespiere" waren mit seinem Service so einverstanden, dass sie ihn auf der Bühne mit einem Orden würdigten. Ludger Wulle war sicher nicht der einzige, der im Keppelner Karneval ausgezeichnet wurde, aber für ihn war die Ehrung geradezu eine Verpflichtung. Acht Sitzungen und den Rosenmontag hatte Wulle als Festwirt gemanagt - weil das geklappt hat, hat er sich überzeugen lassen, auch der Richtige als neuer Pächter der Bürgerbegegnungsstätte "Zur Dorfschule Keppeln" zu sein. Gemeinsam mit Lebensgefährtin Barbara Blenkers will der Getränkehändler, der aus Rheine stammt, heute aber in Kranenburg lebt, die Begegnungsstätte bewirtschaften.

Der Trägerverein, der seit der Eröffnung des Hauses schon mehrere Wirte hat kommen und gehen sehen, ist nun einmal mehr zuversichtlich, dass es klappt. Hans Heiming als Vorsitzender erklärte bei der Vorstellung des neuen Wirts: "Wir hoffen auf eine langfristige Zusammenarbeit." Der Trägerverein hat, nachdem der letzte Betreiber seine Geräte mitgenommen hatte, einen Teil der Kücheneinrichtung gestellt, weitere Ausstattung bringt Wulle selbst mit. Seit 1998 existiert der Verein, der damals die Keppelner dazu brachte, ihre alte Schule in rund 13 000 Arbeitsstunden zu einem Treffpunkt der Vereine und Bürger umzubauen. Nun sehen es Heiming und die übrigen Vorstandsmitglieder als ihre Aufgabe an, die Bürger für das Haus und seine Nutzungsmöglichkeiten zu gewinnen. Viele Veranstaltungen sind möglich: 300 Menschen können sitzen, wenn Stehen genügt, passen auch 800 Leute rein. Außerdem kann der schöne Biergarten genutzt werden. Einer Reihe Vereine muss man die Nebenräume nicht anpreisen: Kirchenchor, Schützen, Karnevalsverein und Tanzgruppen sind regelmäßige Gäste, auch die Jugend hat ihren Bereich. "Wir haben einige Buchungen für die nächsten Tage und Wochen, es dürfen aber gerne mehr werden", sagt Ludger Wulle. Große Geburtstagsfeiern werden in der alten Schule stattfinden, außerdem sind Versammlungen angekündigt. Kleinere und größere Gesellschaften können ihren Bedarf über die Vereinsseite mitteilen - per E-Mail oder Telefon (wird zum Pächter weitergeschaltet).

Wulle, der den Keppelner Karneval als seine "Feuertaufe" betrachtet, ist "vom Fach": Er verkauft als Großhändler Getränke und vermittelt Equipment für Veranstaltungen. Aus der Küche der Begegnungsstätte werden Gerichte kommen, die zum Bier passen, erklärt er: Frikadellen, Schnitzel und Suppen zum Beispiel. Regulär öffnen wird er die alte Dorfschule nur freitagabends und zum sonntäglichen Frühschoppen. "Ein Tagesgeschäft funktioniert hier nicht. Dazu ist Keppeln zu klein", ist er überzeugt. Wie sich die Öffnungszeiten und das Angebot entwickeln, wird von der Akzeptanz der Bürger abhängen.

Ideen habe er reichlich, versichert Wulle, der ein Maifest und im Herbst ein (kleines) Oktoberfest plant und sich vorstellen kann, ab und zu samstags Live-Musik zu bieten. Bei gutem Wetter dürfte der Biergarten Freunde finden - alles weitere hängt vom Interesse der Keppelner Bevölkerung ab.

Quelle: RP
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