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Goch/Kevelaer
Vereine profitieren vom Niersfunding

Goch/Kevelaer: Vereine profitieren vom Niersfunding
Drei Projekte konnten mit Spendengeldern aus dem Niersfunding der Volksbank an der Niers finanziert werden. FOTO: Gerhard Seybert
Goch/Kevelaer. Der Kneipp-Verein Gelderland, der Wachtendonker Musikverein Lyra und die Billardsport-Freunde Goch nutzten die Spendenplattform der Volksbank an der Niers. Alle drei waren erfolgreich und investieren nun in die Zukunft. Von Bianca Mokwa

Beim Blättern in dem roten Buch werden Erinnerungen wach. "Die kenne ich noch aus der Grundschule", sagt Markus Bexte. Der Geschäftsstellenleiter der Volksbank an der Niers in Geldern hält die XXL-Ausgabe der "Mundorgel" in den Händen. Darin sind so bekannte Lieder wie "Bolle reist zu Pfingsten" und "Wir lagen vor Madagaskar" enthalten. Den Liederbuch-Klassiker haben sich die Mitglieder des Kneipp-Vereins Gelderland gegönnt. "Bewusst mit Großbuchstaben, da kann die Lesebrille in der Tasche bleiben", sagt Liss Steeger vom Kneipp-Verein.

Um das Projekt zu verwirklichen und für Fahrten und Treffen genügend Liederhefte ausgeben zu können, musste erst einmal Geld in die Hand genommen werden. Mit Hilfe des Niersfundings wurde es gesammelt. Dabei handelt es sich um eine Spendenplattform, die die Volksbank an der Niers im Internet zur Verfügung stellt. Auf diesem Weg kamen 1265 Euro für die Anschaffung der Gesangbücher zusammen.

Beim Niersfunding legen die Vereine vorher fest, wie viel Geld sie für welches Projekt benötigen. "Wir haben uns dafür entschieden, nicht so hoch zu greifen", erklärt Gerd Arnold von den Billard-Sportfreunde Goch. 2500 Euro waren das Ziel, um zwei neue Billardtische anzuschaffen. Sorge bereitete den Vereinskollegen, ob genügend Fans für das Projekt gefunden würden. Denn erst einmal muss das Projekt Anklang finden. Die Sorge erwies sich als unbegründet. Fans gab es genug, Unterstützer in Form von Geldgebern auch. 3490 Euro wurden gespendet.

Die werden auch gebraucht. Denn mit dem neuen Vereinsheim machte die Mitgliederzahl einen Sprung von 49 auf 102 Billardspieler. Dieses Jahr wird weiter angebaut. Die zwei neuen Tischen kommen in das neue Gebäude und bieten viel Platz zum Spielen. "Tolle Atmosphäre, das macht einiges aus", wagt Arnold einen Erklärungsversuch, warum Billardspielen im Gocher Verein so populär ist. Einige Vereinsmitglieder spielen auch in der Bundesliga. "Wir wollen was zurückgeben", sagt Arnold weiter. Deswegen wird es im kommenden Jahr auch eine Wohltätigkeitsveranstaltung zugunsten des ambulanten Hospizes Goch-Uedem-Xanten-Sonsbeck geben.

Auch der Wachtendonker Musikverein Lyra nutzte das Niersfunding, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein. Gemeinsam mit der Michael-Schule Wachtendonk hat der Musikverein das Projekt Bläserklasse 3.0. Kinder des zweiten und dritten Schuljahrs bekommen Musikunterricht, die Instrumente bekommen sie über ein Leasingprogramm. Mit den Spendengeldern werden die Musiklehrer bezahlt. "Dabei handelt es sich um Fachpersonal, richtige Musikpädagogen", betont der Vorsitzende Marko Geißels. Die bringen den Kindern nicht nur die Noten bei, sondern vermitteln auch Freude an Musik.

Das Projekt trägt bereits Früchte. 80 Prozent aus der ersten Bläserklasse haben den Schritt in das Jugendorchester gemacht. "Wir hoffen, dass es ihnen so viel Spaß macht, dass sie sich unserem Musikverein anschließen möchten", sagt Geißels. Für das Projekt seines Vereins konnte er über das Niersfunding 2585 Euro einsammeln.

Die Internetplattform sei die Gelegenheit, um auf die Aktivitäten des Vereins aufmerksam zu machen, erläutert Christian Hälker, Pressesprecher der Volksbank. So kann das Projekt auf die vereinseigene Facebookseite gesetzt werden. "Von der realen in die virtuelle Welt und wieder zurück", nennt es der Pressesprecher.

Weitere Vereine können ebenfalls diese spannende Reise antreten. Das Niersfunding-Projekt geht weiter.

Quelle: RP
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