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Grevenbroich
Fahrradständer: Beschluss vertagt

Grevenbroich: Fahrradständer: Beschluss vertagt
Im Regen trafen sich Bürger und Politiker an den Radständern. FOTO: G. Salzburg
Grevenbroich. Die Verwaltung soll jetzt Kosten für die Verlegung ins Parkhaus ermitteln.

Die Diskussion um die Fahrradständer, auf deren Demontage Anlieger drängen, scheint zur unendlichen Geschichte zu werden. Auch nach dem Ortstermin, zu dem rund 20 Bürger gekommen waren, gab es im Bernardussaal keine Entscheidung. Ausschussvorsitzender Jürgen Linges (SPD) schlug vor, dass die Verwaltung auf Basis der Konzepte von Bürgern und CDU zur Versetzung der Anlage einen Vorschlag erarbeitet und Kosten ermittelt. "Wir haben neue Eindrücke erhalten", sagte Linges. Schon im September war das Thema vertagt worden.

"Wir fordern vehement den Abbau der Ständer. Wir haben keine Lust, dass Menschen vor unseren Türen urinieren", hatte zuvor Anwohner Manfred Jendrny vor Ort betont. Anwohner berichten von Schlägereien und Drogendeals an der Anlage. "Schülern werden Drogen angeboten", sagte Elisabeth Jendrny. Die Anlieger lehnen die von der Verwaltung vorgeschlagene "Einhausung" dort ab, die Ständer sollten stattdessen im Parkhaus montiert werden. In diese Richtung geht auch das detaillierte Konzept der CDU, das zudem Verbesserungen vorsieht. Im Eckbereich des Parkhauses soll eine eingezäunte Abstellanlage zur Mietnutzung entstehen. "Radfahrer stellen ihr Rad dort ab, wo es möglichst sicher ist", begründet Fraktionschef Wolfgang Kaiser. Der Vorschlag stieß auf Zustimmung "Damit können wir leben", erklärten mehrere Zuhörer vor Ort. Dirk Jünger von der Caritas regte als Vertreter der Radstation nebenan aber an, "keine separate Lösung zu schaffen, sondern die Radstation in die Einhausung einzubeziehen. "Unsere Mitarbeiter haben Sorge, in Konflikt mit Drogenabhängigen zu geraten", so Jünger. Kaiser gab zu bedenken, dass es dann keine unentgeltlichen Fahrradständer in diesem Bereich mehr geben würde. Eine weitere Idee im CDU-Konzept: Der Mülltonnen-Platz neben der heutigen Anlage soll mit einer Wand abgeschottet werden. Gastronom Richard Hütches schlug eine Tür vor, um den Platz ganz zu verschließen.

Wolfgang Kaiser hätte gern bereits jetzt einen Ausschussbeschluss gehabt. "Ob die Einhausung im Parkhaus oder auf der anderen Bahnhofseite entsteht - die Kosten können nicht so verschieden sein."

(cso-)
 
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