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Grevenbroich
Kindergarten heißt Flüchtlinge willkommen

Grevenbroich. Team der Deutschordens-Kita versammelte sich auf dem Bolzplatz an der Konrad-Thomas-Straße.

Die Erzieherinnen versammelten sich jetzt mit den kleinen Besuchern des Deutschordenskindergartens auf dem großen Bolzplatz an der Konrad-Thomas-Straße in Elsen. Bevor dort Container für Flüchtlinge errichtet werden, wollten sie frühzeitig ein gemeinsames Zeichen setzen, sagte die Leiterin Claudia Nwancha: "Wir heißen die Asylsuchenden, die schon bald zu unseren Nachbarn werden, herzlich willkommen."

Nach den Plänen der Stadt soll die Freifläche im Sommer - voraussichtlich im Juli oder August - zum Standort für Wohncontainer werden. Etwa 120 bis 160 Flüchtlinge sollen dort ein vorübergehendes Zuhause finden. Die Pläne der Verwaltung sind nicht unumstritten. Erst kürzlich demonstrierten 100 Bürger aus Elsen für den Erhalt des Bolzplatzes. Der Protest richtete sich nicht gegen die Unterkunft an sich. Der Bolzplatz sei vielmehr die letzte größere Grün- und Erholungsfläche im Ort und als Sportplatz zugleich ein Ort der Integration, hieß es.

Der nebenan liegende Deutschordenskindergarten sieht das etwas anders. "Die Stadt Grevenbroich muss die Flüchtlinge ja irgendwo unterbringen - und der große Bolzplatz an der Konrad-Thomas-Straße bietet sich nun einmal dafür an", sagt Claudia Nwancha. Der katholische Kindergarten vermittele seinen kleinen Besuchern christliche Werte - "und dazu gehört es auch, Menschen, die vor dem Krieg aus ihrer Heimat geflüchtet sind, willkommen zu heißen". Das machte der Kindergarten jetzt mit Plakaten deutlich, auf denen in verschiedenen Sprachen das Wort "Willkommen" zu lesen war.

Sobald die Asylsuchenden in das Containerdorf auf der Wiese eingezogen sind, will Claudia Nwancha zu ihnen Kontakt aufnehmen. "Sollten Familien mit Kindern in unserer Nachbarschaft untergebracht werden, könnten wir mit ihnen vielleicht gemeinsame Projekte auf dem Platz veranstalten", überlegt sie. Mit solchen Begegnungen möchte die Leiterin des Deutschordenskindergartens auch einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen in der Stadt leisten.

(wilp)
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