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Grevenbroich
Kollwitz-Schülerin ist Meisterin im Thaiboxen

Grevenbroich: Kollwitz-Schülerin ist Meisterin im Thaiboxen
Mit Medaille im Ring: Die 15 Jahre alte Marie Asmuth aus Wevelinghoven holt sich in Bremen den Deutschen Meistertitel im Thaiboxen. FOTO: Lothar Berns
Grevenbroich. Marie Asmuth aus Wevelinghoven ist eine Kämpfernatur. Bei ihrem ersten großen Wettkampf holte sie sich den Deutschen Meistertitel. Von Wiljo Piel

Nein, in der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule braucht niemand Angst vor ihr zu haben. Denn außerhalb des Rings ist die 15 Jahre alte Marie Asmuth nicht anders als die anderen Mädchen in der neunten Klasse. Doch wenn es ums Ganze geht, dann wird aus der ruhig und gelassen wirkenden Wevelinghovenerin eine echte Kämpfernatur. Marie ist Thaiboxerin - und sie weiß sich erfolgreich zu verteidigen. Bei den Deutschen Meisterschaften in Bremen holte sich die Schülerin jetzt den Titel in der Klasse der Juniorinnen bis 61 Kilogramm.

Durch ihre beiden Brüder kam Marie Asmuth vor zwei Jahren zum Kampfsport. Als das Kickboxen ihr zu langweilig wurde, sattelte sie auf eine etwas härtere Gangart um: Muay Thai. Bei dem Nationalsport Thailands kommen nicht nur die Fäuste, sondern auch Beine und Ellenbogen zum Einsatz. "Thaiboxen bietet viel mehr Möglichkeiten, es macht einfach mehr Spaß", sagt die 15 Jahre alte Sportlerin.

Coach Guido Schumacher vom Kampfsportcenter Grevenbroich hat seine Schülerin optimal auf den Fight in Bremen vorbereitet. In erster Linie galt es, Kondition aufzubauen, um die harten Runden im Ring durchzustehen, ohne dass die Luft ausgeht. Schumacher setzte auf ein Old-School-Training nach Rocky-Balboa-Art - nämlich Treppenstufen endlos lange hoch- und runterlaufen. Fünf bis sechs Mal in der Woche wurde darüber hinaus hart im Ring trainiert - auch um das Kampfgewicht von 61 Kilo zu halten. Das alles zahlte sich letztlich für den Teenager aus.

Obwohl die 1,78 Meter große Wevelinghovenerin nun den Titel der Deutschen Meisterin in ihrer Klasse in der Tasche hat, wird fleißig weiter trainiert. Denn ein nächstes Ziel könnte die Weltmeisterschaft in Bangkok sein. Der Bundestrainer hat Marie - wie alle anderen erstplatzierten Junioren auch - zu einem WM-Sichtungskampf eingeladen. An dem möchte die junge Thaiboxerin natürlich teilnehmen. "Und dann schauen wir mal weiter", sagt Trainer Guido Schumacher.

Der Kampfsport ist die große Leidenschaft der jungen Wevelinghovenerin, die keine Angst vor blauen Flecken hat. Nach ihrem Erfolg in Bremen konzentriert sie sich nun nicht mehr nur auf das eigene Training. Gemeinsam mit Chris Neffgen coacht Marie Asmuth auch die kleinen Kämpfer ab sechs Jahren, die an der Ringstraße in Noithausen den Nationalsport Thailands erlernen. Bei allem Einsatz für den Kampfsport, darf eines aber nicht zu kurz kommen: "Die schulischen Leistungen dürfen nicht darunter leiden. Sobald die Noten in den Keller gehen, gibt es einen Rüffel vom Trainer", sagt Coach Schumacher.

Ein Berufsziel hat die 15-Jährige schon jetzt vor Augen: Marie Asmuth möchte gerne Polizistin werden. Fit genug für den Job ist sie.

Quelle: NGZ
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