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Grevenbroich
Krieg und Frieden sind Thema bei "Pascal"-Konzert

Grevenbroich. Nicht alles, was die Besucher des traditionellen Herbstkonzerts im Bernardussaal zu hören bekamen, war angenehm. Doch das sollte es auch gar nicht: Es ging schließlich auch um Krieg - um Leid, Qual und Tod. Das sind Themen, die mit Blick auf die vielen Krisenregionen in aller Welt durchaus einen aktuellen Bezug haben.

Auf jeden Fall dürfte das Konzert viele der rund 150 Besucher zum Nachdenken angeregt haben. Unter dem Titel "Krieg und Frieden" spielten die rund 40 Sänger des Instrumentenensembles "Pascal Vocal", das sich aus Ehemaligen und Freunden des Grevenbroicher Pascal-Gymnasiums zusammensetzt, eineinhalb Stunden lang Stücke, die mit Krieg und Frieden in Verbindung stehen - darunter welche von Johann Sebastian Bach, Bob Dylan und Kurt Weill. Unterstützt wurde das Ensemble durch die Gast-Solistin Meike Schmitz, die früher selbst Schülerin des Grevenbroicher Gymnasiums war und heute in Berlin lebt.

Für Gänsehaut-Momente sorgte zwischendurch immer wieder Folker Banik, der lebhaft Lyrik und Prosatexte von bekannten Schiftstellern wie Erich Kästner oder Marie Luise Kaschnitz vortrug. Darin ging es um die Schrecken des Krieges und um die Sehnsucht der Menschen nach dem Frieden.

Er rezitierte die Texte teilweise aus der Ich-Perspektive und berichtete so beispielsweise aus der Sicht eines Soldaten über die unmittelbaren Folgen eines Gasgranaten-Angriffs, der ihm und seinen Kameraden galt. Doch nicht alle Texte und Musikstücke handelten unmittelbar von den Schrecken des Krieges: In den Spielplan hatten die Organisatoren um Stefan Krüger auch fröhlichere Stücke aufgenommen.

(cka)
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