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Grevenbroich
Millionen für neue Seniorenwohnungen

Grevenbroich: Millionen für neue Seniorenwohnungen
So soll der Neubau mit drei Stockwerken neben Pfarrzentrum und Kirche aussehen. FOTO: Architekturbüro Findeisen
Grevenbroich. In der Stadt entstehen zurzeit mehrere Neubauten mit öffentlich geförderten Senioren-Wohnungen - etwa in Kapellen und der Innenstadt. In Frimmersdorf begann jetzt der Bau von Seniorenwohnungen gleich neben dem Pfarrzentrum. Von Carsten Sommerfeld

Die barrierefreie citynahe Eigentumswohnung für den Ruhestand - ein Traum, den sich längst nicht jeder Ältere erfüllen kann. Zunehmend entsteht in Grevenbroich aber auch öffentlich geförderter Wohnraum für Senioren. In Frimmersdorf war gestern der erste Spatenstich für ein besonderes Projekt: Wohnen auf dem Martinshügel mitten im Ort, direkt neben der katholischen Kirche St. Martin und dem neuen Pfarrzentrum.

"Nicht jeder kann für seinen Altersruhesitz ein Vermögen ansammeln. Wir wollen hier lebenswerten Wohnraum in guter Lage zu bezahlbaren Mietpreisen schaffen", sagt Nikolaus Zumbusch, Sprecher der Gesellschaft "Baukultur Human" in Hemmerden. Die errichtet für rund 2,3 Millionen Euro einen Neubau mit zwölf Zwei-Zimmer-Mietwohnungen mit je 50 bis 60 Quadratmetern. Für elf öffentlich geförderte Seniorenwohnungen liegt die Miete bei 5,60 Euro je Quadratmeter.

Für das Bauprojekt mitten in Frimmersdorf ziehen viele Partner an einem Strang, nicht nur gestern beim ersten Spatenstich. FOTO: G. Salzburg

Die Besonderheit: Die Bewohner leben mitten im Dorf, die Nähe zur Pfarre ermöglicht gute Integration. "Baukultur Human" spricht von "sozialverträglichem Bauen im dörflichen Kontext". Trotz der überschaubaren Miete sollen die Bewohner bei der Qualität keine Abstriche machen. Alle Wohnungen verfügen über Balkone. Autostellplätze stehen in der Tiefgarage bereit. Die Architektur mit viel Glas "fügt sich ins Umfeld ein, ohne sich zu sehr anzupassen", sagt Zumbusch. "Das ist eine besondere Lage, etwas ganz anderes, als wenn man auf der grünen Wiese bauen würde", erklärt Investor und Architekt Professor Ulrich Findeisen. "Ich war von Anfang an von dem Idyll hier begeistert", sagt Projektleiter Markus Schmale, der die gute Kooperation etwa mit Stadt und Kreis betonte. Bei der Finanzierung ist unter anderem die NRW-Bank beteiligt, Erbpacht-Geber fürs Grundstück ist das Erzbistum.

Diese Seniorenwohnungen sind nicht das einzige Projekt dieser Art - auch wenn sich die Konzepte unterscheiden. Das Bergheimer Unternehmen Emrich ist in zwei Stadtteilen aktiv. Im Kapellener Neubaugebiet befinden sich rund 40 Seniorenwohnungen für Mieter mit Wohnberechtigungsschein in Bau. An der Montzstraße steht ein rund 5,6 Millionen Euro teures Projekt nach langer Verzögerung endlich vor dem Abschluss: "15 Wohnungen sind bereits vermietet oder reserviert", erklärt Steffen Streda von der Emrich-Wohnungsverwaltung.

Der Bauverein Grevenbroich errichtet zwar keine Senioren-Wohnungen, "doch alle unsere Neubauten, etwa 62 Wohnungen im Flutgraben-Viertel, sind barrierefrei", sagt Vorstand Michael Nowack. 2017 soll dort der Bau eines Komplexes mit 15, zum Teil öffentlich geförderten Wohnungen starten. An der Richard-Wagner-Straße in Elsen sind 34 Wohnungen - ein Drittel mit öffentlicher Förderung - geplant.

Quelle: NGZ
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