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Grevenbroich
Nils Schomber feiert ersten Sieg als Profi

Grevenbroich. Zum Abschluss der Rundfahrt "Dookola Mazowsza" in Polen gewinnt der Grevenbroicher eine Etappe. Von Dirk Sitterle

Mit dem deutschen Bahnvierer will Nils Schomber im nächsten Jahr unbedingt zu den Olympischen Spielen, doch auch auf der Straße lässt es der 21-Jährige mächtig krachen. Die letzte Etappe der 58. Polen-Rundfahrt "Dookola Mazowsza" war seine: Nach 161,4 Kilometern lag der beim rad-net ROSE Team unter Vertrag stehende Grevenbroicher im Ziel eine gute Radlänge vor dem im gelben Trikot fahrenden Gesamtsieger Grzegorz Stepniak (CCC Sprandi Polkowice) aus Polen. Ein wahrer Höllenritt, denn zum Abschluss der fünftägigen Etappenfahrt hatten die Profis noch einmal Vollgas gegeben. "Die ersten zwei Stunden sind wir in einem 48er-Schnitt gefahren", erfuhr Schomber hinterher. Für ihn stand schließlich eine Rennzeit von 3:27,00 Stunden zu Buche - das ergibt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 46,75 Stundenkilometern. Und trotzdem blieben ihm noch genug Körner für einen gewaltigen Schlusssprint.

Mit seinem ersten Sieg als Profi in einem UCI-Rennen beendete der beim VfR Büttgen ausgebildete Nils Schomber auch eine längere Durststrecke auf der Straße. Bedingt durch die schulische Arbeit für das Abitur und die Grundausbildung bei der Bundeswehr hatte er in den beiden vergangenen Jahren fast ausschließlich auf der Bahn geglänzt. Nun hat er endlich den Rücken frei. Sein Potenzial deutete der schnelle Elsener bereits vor gut einem Monat mit Platz drei bei den Deutschen Radsportmeisterschaften im Einzelzeitfahren der Altersklasse U23 an.

Muße, diese Erfolge wirklich zu genießen, bleibt Schomber freilich nicht. Bereits ab heute steht für ihn im Team Bund Deutscher Radfahrer die Rundfahrt "Vysocina" in Tschechien auf dem Programm. Die Etappenfahrt endet am Sonntag.

Quelle: NGZ
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