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B59 bei Grevenbroich gesperrt
Oliven und Wein werden aus Lkw-Auflieger geborgen

B59 bei Grevenbroich gesperrt: Oliven und Wein werden aus Lkw-Auflieger geborgen
Der im Feld liegende Auflieger wird geräumt: Pakete mit Weinflaschen und in Gläsern verpackte Oliven landen in einem Container. FOTO: D. Staniek
Grevenbroich. Am Mittwoch gegen 15 Uhr wurde ein Teilstück der Bundesstraße 59 erneut für mehrere Stunden gesperrt. Zwischen Allrath und dem Hydro-Kreisel musste der Auflieger eines Lastwagens geborgen werden, der in der Nacht zu Dienstag in einem Feld gelandet war. 

Der jüngste Crash verursachte jedoch nicht nur zusätzliche Arbeiten, sondern vermutlich auch einen größeren Schaden als die beiden vorherigen. Am Dienstagnachmittag war festgestellt worden, dass Diesel-Kraftstoff aus dem Lkw auslief und im Feld versickerte - der Tankdeckel hatte sich bei dem Unfall gelöst. Die Zugmaschine musste daraufhin früher als geplant geborgen werden.

Überwacht wurde die Aktion von der Unteren Wasserbehörde des Rhein-Kreises Neuss, deren Mitarbeiter ein Auskoffern des Geländes anordneten. "Über das Erdreich kann der Kraftstoff ins Grundwasser gelangen - er ist damit ein Risiko für die Umwelt", sagt Kreissprecher Harald Vieten. Der Lastwagen hat zwei Tanks mit einem Fassungsvermögen von 600 und 700 Litern, doch wie viel Diesel er bei dem Unfall noch an Bord hatte, ist unbekannt. Da die Unfallstelle erst nach dem Bergen des Aufliegers ausgekoffert werden kann, wurde der gesamte Bereich mit einer Plane überdeckt. Sie sollte verhindern, dass noch mehr Diesel mit dem Regen ins Erdreich versickert.

Lkw kippt an B59 bei Grevenbroich in den Graben FOTO: Dieter Staniek

Bevor der Auflieger mit Hilfe eines Spezialfahrzeugs wieder auf die Straße gebracht werden konnte, war Handarbeit nötig. Die gesamte Ladung - darunter Weinflaschen und Oliven in Gläsern - musste zunächst in Container geladen werden. Erst dann konnte mit der Bergungsaktion begonnen werden, die nach Einschätzung von Experten bis zu 10.000 Euro kosten kann. Die Arbeiten zogen sich bis in Abendstunden.

Straßen NRW hat auf die Unfallhäufung reagiert. Das Tempo-Limit in der Baustelle wurde von 50 auf 30 reduziert. Darüber hinaus wurden Blinker installiert, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen. Zudem weist auch ein Schild auf die verengte Fahrspur entlang der Baustelle hin.

Lkw rutscht Böschung an der B59 hinunter FOTO: Dieter Staniek

Nach den Plänen des Landesbetriebs Straßen NRW soll die Baumaßnahme am morgigen Freitag abgeschlossen werden. Der Verkehr kann dann auf der B 59 wieder in beide Richtungen rollen.

(wilp)
 
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