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Grevenbroich
SPD will höhere Priorität für A46

Grevenbroich: SPD will höhere Priorität für A46
Die Autobahn A 46 ist für einen sechstreifigen Ausbau vorgesehen, vorrangigen Bedarf räumt der Bund dem Vorhaben aber nicht ein. FOTO: M.R.
Grevenbroich. Die Stadt soll sich beim Bund für eine höhere Priorität des geplanten sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn 46 auf Grevenbroicher Stadtgebiet stark machen: Dafür plädiert SPD-Ratsherr Daniel Rinkert. Von Carsten Sommerfeld

Der A46-Ausbau zwischen dem Autobahn-Dreieck Holz und dem Autobahnkreuz Neuss-West ist im neuen Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgesehen, allerdings nur als "weiterer Bedarf". Das heißt, dass das Bundesverkehrsministerium dem rund 82 Millionen Euro teuren Bauprojekt keine allzu hohe Priorität einräumt. Die eigentliche Planung hat noch nicht begonnen.

Der jüngst vorgestellte Entwurf wird ab heute für sechs Wochen öffentlich ausgelegt. "Die Stadt sollte in dieser Zeit zu dem Projekt eine Stellungnahme abgeben", erklärte Daniel Rinkert in der Ratssitzung. Die Verwaltung solle auf die Notwendigkeit des Ausbaus hinweisen und sich beispielsweise für die Bewertung als "vordringlicher Bedarf" einsetzen, erläuterte der SPD-Politiker gegenüber unserer Redaktion. "Wenn man nicht um 6.15 Uhr die Strecke passiert hat, dann steht man morgens auf der Autobahn 46 in Richtung Neuss spätestens bei Kapellen regelmäßig im Stau", beobachtete Rinkert. Eine leistungsfähige A 46 stelle für Grevenbroich einen erheblichen Standortvorteil dar. "Davon profitieren auch viele Pendler, die etwa in Kapellen wohnen und in der Region Düsseldorf arbeiten," betonte er.

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Auf der A 46 sind bereits heute bei Grevenbroich rund 60.000 Fahrzeuge am Tag unterwegs. Mit weiterem Verkehr ist zu rechnen, wenn der Bau des Lückenschlusses zwischen der A 46 und den Niederlanden, die B 56n, abgeschlossen wird.

Westlich von Grevenbroich wird auf der A 46 bereitst kräftig gebaut. "Der Abschnitt zwischen Holz und Wanlo wird derzeit auf drei Spuren je Fahrtrichtung ausgebaut", erläuterte Gerlinde Quack, Fachplanerin beim Landesbetrieb Straßen NRW. Der Grund: In rund zwei Jahren weicht die Autobahn 61 zwischen Jackerath und Wanlo dem Kohle-Tagebau, der Verkehr dort läuft künftig über die im Bau befindliche A 44n und die A 46.

Quelle: NGZ
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