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Grevenbroich
UWG: Flüchtlingsunterkünfte auf Parkdecks

Grevenbroich. Stadtverwaltung soll untersuchen, ob sich Flachdach-Gebäude für Modulbau-Wohnungen eignen.

Die UWG-Fraktion hat die Stadtverwaltung jetzt aufgefordert, nach alternativen Möglichkeiten für Flüchtlingsunterkünfte zu suchen. Konkret soll unter anderem geprüft werden, ob sich Parkhäuser um Wohnmodule aufstocken lassen. "Die Stadt sollte damit einem Beispiel aus Niedersachsen folgen", meint Fraktionsvorsitzender Carl Windler.

Auf Flachdächern der Leibniz-Universität in Hannover lässt der Architektur-Professor Jörg Friedrich zurzeit drei unterschiedlich gestaltete Unterkünfte errichten - und zwar in Modulbauweise mit Holzelementen. Die vorgefertigten, wärmegedämmten Teile werden nach dem Ikea-Prinzip zusammengesetzt; im Wintersemester sollen dort Flüchtlinge einziehen. Der Vorteil laut Friedrich: Die Unterkünfte sind besser, menschenfreundlicher und genauso teuer wie Container, die wegen der Lieferengpässe derzeit schwer zu bekommen sind.

"Die Stadtverwaltung sollte prüfen, ob es Objekte mit Flachdach in Grevenbroich gibt, die eine solche Bebauung zulassen", meint Windler. Er richtet in diesem Zusammenhang vor allem den Blick auf die beiden Parkhäuser am Bahnhof und am Montanushof. "Nach unserer Meinung sind solche Decks statisch für eine Aufstockung vorgesehen", so der Fraktionschef.

In ihrem Antrag für die nächste Sitzung des Rates fordert die UWG die Stadtverwaltung darüber hinaus auch zu weitergehenden Gesprächen mit dem Management des Montanushofs auf. "Da der Wohnraum knapp wird, sollte auch einmal darüber gesprochen werden, ob der ehemalige Dorfplatz - also die seit Jahren leer stehende Veranstaltungsebene im ersten Obergeschoss - als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden kann", so Windler.

(wilp)
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