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Auf Ein Wort Hanno Nell
Zukunft und Hoffnung

Hilden. Was vor genau vierzehn Jahren passiert ist, beherrscht heute Abend wahrscheinlich nicht die Fernsehnachrichten. Heute ist der erste 11. September, seit das One World Trade Center fertig und die Wunde im Stadtbild von New York mehr oder weniger geschlossen ist.

Die Welt hat sich weiter gedreht, auch wenn für einige die Zeit fast stehen blieb. Marcy Borders, die früher in der Suppenküche ihrer Kirchengemeinde Obdachlosen geholfen hatte, brauchte in den Jahren nach "Nine Eleven" selber Hilfe, bekam sie aber kaum. Kürzlich ist sie, die "Staubfrau von 9/11", an Krebs gestorben.

Was nun seit Wochen und wohl auch heute Abend die Nachrichten beherrscht, hängt mit der Bekämpfung des Terrorismus seit 2001 und besonders mit dem Irak- und dem Afghanistan-Krieg zusammen. Gut, wenn heute nicht nur über die wenigen Tausend Opfer von vor vierzehn Jahren gesprochen wird und mehr über die Millionen Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, darunter nicht zuletzt Opfer schrecklicher Christenverfolgung aus dem Irak und aus Syrien.

Viele Menschen beispielsweise in Frankreich sind fassungslos angesichts der Nachrichten aus Deutschland, wenn Flüchtlinge an Bahnhöfen spontan von ehrenamtlichen Helfern willkommen geheißen und versorgt werden.

Bald haben wir fast überall in Deutschland die Chance, mitzuhelfen, dass Wunden geschlossen werden und Menschen Zukunft und Hoffnung bekommen, so wie es Gott durch den Propheten Jeremia (29,11) für die nach Babylonien verschleppten Israeliten versprochen hat. Möge das in der biblischen Botschaft zentrale Gebot, Fremdlingen zu helfen, zu einer besseren Einen Welt beitragen.

Quelle: RP
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