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Hückeswagen
"Crosswind" spielt jungen Folk aus der Seele Irlands

Hückeswagen. Irische Folk- Musik kommt immer gut an - zumindest lassen das die Besucherzahlen im Kultur-Haus Zach erahnen, wo regelmäßig Bands dieser Sparte auftreten. Auch am Freitagabend war die mit rund 80 Gästen besuchte Veranstaltung fast ausverkauft, als zum vierten und bestimmt nicht zum letzten Mal die Gruppe "Crosswind" auftrat. Die vier Musiker aus Bonn, Herne und Münster haben sich in der Schloss-Stadt inzwischen einen Namen gemacht.

Viele Konzertbesucher hatten bereits Auftritte der Gruppe gesehen und mit ihrer Begeisterung weitere Freunde angesteckt - so wie Sandra Müller aus Wipperfeld, die ihre Cousine Anke Demuth aus Wermelskirchen mit zum Konzert brachte. "Es ist einfach nur Wahnsinn, was die Gruppe macht. Bei der Musik geht einem das Herz auf", sagte die Wipperfürtherin. Die jungen Musiker würden mit einer ansteckenden Lebensfreude spielen.

Der Funke sprang auch am Freitagabend aufs Publikum über. Mit den für Irland typischen Instrumenten wie Fiddle, Irish Flute, Tin Whistle, Concertina, Knopfakkordeon und Gitarre spielten die Musiker mitreißende Tunes ebenso überzeugend wie melancholischen Country-Folk aus Amerika. Ihre eigenen, auf die Gruppe perfekt abgestimmten Arrangements machten aus jedem Stück etwas ganz Besonderes - alles authentisch und "unplugged", also ohne technische Verstärkung. Neue Eigenkompositionen, eingeleitet mit amüsanten Anekdoten zur Entstehungsgeschichte, gingen schnell ins Ohr.

Der Auftritt in Hückeswagen war der Tourstart nach der Babypause von Geigenspielerin Béatrice Wissing. Nun wieder komplett in der Stammbesetzung, beinhaltet die Tour einen einwöchigen Aufenthalt in List auf Sylt Ende Juni, wo sich die Gruppe auf ihr zweites Album vorbereiten will. "Das wird einer der Höhepunkte im Jahr", sagte Gitarrist, Sänger und Songwriter Sebastian Landwehr. Komplettiert wird das sympathische Quartett durch Mario Kuzyna - der nicht nur gefühlvoll die Gitarrensaiten zupft, sondern auch eine überaus warme Stimmfarbe hat - und Stefan Decker, der die irischen Flöten mit flinken Fingern meisterlich beherrscht.

Die junge und vom eigenen Stil geprägte Interpretation der Folk Musik liegt zwischen dem klassischen und traditionellen Folk. "Eine Mischung, die sehr gut ankommt", resümierte Stefan Noppenberger vom Trägerverein des Kultur-Hauses Zach.

(heka)
 
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