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Jüchen
Verwaltung setzt Fahrradkonzept um

Jüchen: Verwaltung setzt Fahrradkonzept um
Konzept fürs Radeln: Annika Schmitz (l.), Catarina Dias Pais. FOTO: L. berns
Jüchen. Ein Bürgerradweg zwischen Wey und Hoppers sowie neue Anlehnbügel: Dafür stehen 50 000 Euro im Haushalt 2016. Von Daniela Buschkamp

Im Rathaus sind die Beratungen zum Etat 2016 abgeschlossen. Am 1. Oktober soll der Haushalt in den Rat eingebracht werden. Mit großen Einbrüchen auf der Einnamenseite - etwa bei der Gewerbesteuer - rechnet Bürgermeister Harald Zillikens nicht. Ein Posten, über den die Fraktionen dann beraten werden, sind Investitionen in das Programm "Fahrrad- und fußgängerfreundliches Jüchen". "Dafür stehen 50 000 Euro zur Verfügung", erläutert Wirtschaftsförderin Annika Schmitz. Sie hat das Konzept mit Planerin Catarina Dias Pais ausgearbeitet.

Mit dem Geld sollen unterschiedliche Maßnahmen finanziert werden. Die größte Investition in die Radwege-Infrastruktur stellt der Lückenschluss an der Landstraße 116 zwischen Wey und Hoppers dar. "Dafür sind die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern schon seit Jahren gelaufen", sagt Annika Schmitz. Diese konnten jetzt erfolgreich abgeschlossen werden. Die Notarverträge sind unterschrieben, und die Gemeindeverwaltung konnte die notwendigen schmalen Streifen Land erwerben, um dort einen neuen Bürgerradweg anzulegen.

Weiterhin geplant: "Parkmöglichkieten" für Radler. "Fahrradständer sind keine gute Lösung, sie beschädigen die Reifen", so lautet die Erfahrung von Gerhard Geisler, dem Vorsitzenden der Jüchener Ortsgruppe des "Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs" (ADFC). Schmitz und Dias Pais haben mit ihm gemeinsam nach den besten Abstellmöglichkeiten für Drahtesel gesucht. Die Lösung heißt Anlehnbügel. "Solche stehen bereits am neuen Grillplatz am Jüchener Schulzentrum", sagt Annika Schmitz. Weitere sollen an möglichst vielen zentralen Plätzen in der Gemeinde folgen: etwa am Marktplatz Jüchen, am Adenauerplatz, in Gierath und Bedburdyck.

Zudem sind diverse Werbemaßnahmen vorgesehen, die die Jüchener für den Tritt in die Pedale begeistern und die für das Radeln werben sollen. "Wir werden auf der Homepage der Gemeinde eine Rubrik ,Rund ums Radfahren' einrichten", kündigt die Wirtschaftsförderin an. Dort will sie Tourenvorschläge durch die Gemeinde präsentieren. Zudem sollen neue Schilder auf Radrouten zu touristischen Ausflugszielen wie Schloss Dyck oder Nikolauskloster hinweisen. Eine zweite Auflage ist zudem für die Radtour mit dem Bürgermeister geplant. "Die Resonanz auf die erste Auflage war mit 60 Teilnehmern sehr gut", meint Schmitz. Dabei sollen die Teilnehmer nicht nur das Gemeindegebiet er-fahren, sondern zum Abschluss auch die Gelegenheit zu einer Unternehmensführung erhalten.

Neben dem "Niederrheinischen Radwandertag" im Juli wollen Catarina Dias Pais und Annika Schmitz einen eigenen Aktionstag rund ums Fahrrad - kombiniert mit einem verkaufsoffenen Sonntag - umsetzen. "Das planen wir mit den ,Runden Tischen' der Händler", sagt die Wirtschaftsförderin. Als Termin könne sie sich den Frühling vorstellen. Auch für 2017 gibt es weitere Ideen rund ums Rad: mehr Dienstfahrräder im Rathaus - bisher gibt es ein E-Bike - und weitere Ausbauten der Radwege-Infrastruktur.

Quelle: NGZ
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