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Jüchen
Wallrather feiern Oktoberfest bis drei Uhr früh

Jüchen. "Die Schweinshaxen sind der Renner", freute sich Barbara Dyckers am Samstagabend auf dem Oktoberfest in der Festhalle Mockel. Sie verkaufte die Speisen. Laugenbrezen und Leberkäse standen ebenso auf der Speisekarte wie Weiß- und Blaukraut. Darüber hätten echte Bayern nur lachen können: In Wallrath stemmten die Besucher Wies'n-Bier in 0,3-Liter-Krügen, als "Die Dyckerländer" aus Damm "Die Krüge hoch, die Krüge hoch" ausriefen. Mit etwa 150 Besuchern war das alle zwei Jahre stattfindende Oktoberfest etwas schlechter besucht als die Veranstaltungen vor zwei und vier Jahren.

Wie war der Bayern-Bazillus einst nach Wallrath gekommen? Theo Held von den "Fidelen Jungens" des Geselligkeitsvereins Wallrath erinnert sich: "Wir sind in Gierath auf den Geschmack gekommen. Dort gab es schon länger ein Oktoberfest, und so etwas wollten wir, wenn auch etwas kleiner, auch in unserem Dorf haben." Was sich im Laufe der Jahre geändert hat: "Heute gibt es kaum noch einen Besucher, der nicht in bayrischem Outfit zu unserem Oktoberfest kommt - das war am Anfang nicht so", erinnerte sich Theo Held.

Heizpilze sorgten dafür, dass sich auf keinem Décolleté eine unschöne Gänsehaut bildete - die Damen bewiesen, dass ein Dirndl nicht nur Frauen in Bayern bestens steht. Die Männer trugen blau- oder rot-weiß karierte Hemden und zünftige Lederhosen. Was auffiel: Das Oktoberfest war ein Familienfest - bis gegen 22 Uhr gehörten sogar Kinder zu den Besuchern. Für viele Erwachsene lautete das Motto "Bis drei dabei". Als "Die Dyckerländer" ihren Auftritt beendet hatten, war DJ Manni aus Grevenbroich für die gute Stimmung in der ehemaligen Gaststätte zuständig. Es wurde immer wieder vereinzelt geschunkelt. Die "Fidelen Jungens" wollen das, was unterm Strich an Geld übergeblieben ist, in Bayern ausgeben: "Wir haben vor, im nächsten Jahr an den Chiemsee zu fahren", verriet Theo Held. Der jetzt erzielte Gewinn sei der Grundstock für dieses Vorhaben.

(barni)
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