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Kaarst
Sportforum bekommt neuen Boden

Kaarst. In den kommenden Jahren sollen auch die undichten Lichtkuppeln erneuert werden. LED-Beleuchtung ist geplant. Von Rudolf Barnholt

Das Sportforum Kaarst-Büttgen hat eine Gemeinsamkeit mit dem Kölner Dom: Immer gibt es irgendwo etwas instand zu setzen. Der Vorsitzende des Trägervereins, Franz-Josef Kallen und sein Stellvertreter Heinz-Josef Mäntz informierten jetzt den Schul- und Sportausschuss unter anderem über geplante Sanierungsmaßnahmen. Und sie kündigten an, dass sie mit dem in den vergangenen Jahren gewährten Betriebskostenzuschuss von 273.000 Euro auskommen werden. Auch die Diskussion, ob Büttgen Bundesleistungsstützpunkt werden kann, wurde angesprochen.

Vom Zuschuss der Stadt gehen knapp 70.000 Euro ab: 43.600 Euro sind als Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen, 26.000 Euro kosten Zinsen und Tilgung eines Darlehens. Kallen erklärte, wie es dazu kam: "Nach dem Brand auf dem Düsseldorfer Flughafen im Jahre 2005 mussten wir Brandschutzauflagen erfüllen - das schlug mit fast 380.000 Euro zu Buche." Positiv sei, dass der Aufwand für Energie in den vergangenen acht Jahren nicht aus dem Ruder lief, sondern sich zwischen 65.000 und 70.000 Euro bewegte. Der Trägerverein ist auch Arbeitgeber: "Wir beschäftigen einen Hallenmeister, mit dem wir sehr zufrieden sind, und eine Reinigungskraft, außerdem zwei Aushilfen", erklärte Kallen.

Heinz-Josef Mäntz ging auf geplante Instandsetzungs-Maßnahmen ein: "In der Gymnastik-Halle, die 230 Quadratmeter groß ist, muss ein neuer Boden verlegt werden, dasselbe gilt für das 703 Quadratmeter große Feld 2 in der großen Halle - wir rechnen mit Kosten in Höhe von 67.000 Euro." In der Gymnastikhalle, aber auch in der großen Halle ist die Umstellung auf LED-Beleuchtung vorgesehen. Aufgrund der hohen Kosten von geschätzt 220.000 Euro soll die Umsetzung schrittweise erfolgen. In 2019 und 2020 will der Trägerverein die Lichtkuppeln erneuern: Undichtigkeiten führen zu Nässe auf den Spielflächen und damit zu Rutschgefahr. Im Jahre 2016 war eine hochmoderne Heizung für die Gymnastikhalle, das Hotel und die Umkleiden im Keller installiert worden.

Nicht zufrieden ist der Vorstand mit der Auslastung des Hotels: "Die Auslastung liegt bei 38 bis 39 Prozent, das ist nicht das, was wir uns wünschen, wir lagen schon mal bei 45 bis 50 Prozent und da wollen wir wieder hin", erklärte Franz-Josef Kallen. Auch die Auslastung des Lokals sei nicht zufriedenstellend. Die Radsport-Größen trainieren derzeit noch in Frankfurt an der Oder - und möglicherweise bald in Büttgen? Kallen verriet, wie der Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer tickt: "Er möchte wohl, dass eine große Halle in Westdeutschland neu gebaut wird, die würde zwischen 30 und 35 Millionen Euro kosten." Vier Städte möchten Bundesleistungsstützpunkt werden, neben Kaarst sind das Köln, Düsseldorf und Bielefeld. "Bielefeld ist wohl raus aus dem Rennen", sagte Kallen. Falls Kaarst den Zuschlag bekäme, würden die laufenden Kosten nicht deutlich steigen. Verhandlungsführer ist Kreisdirektor Dirk Brügge. "Wenn wir erkennen, dass die Tendenz klar in Richtung Neubau geht, werden wir aus den Verhandlungen aussteigen", erklärte der Vorsitzende des Trägervereins.

Quelle: NGZ
 
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