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Weeze
Abwechslungsreiches Programm beim Tierparkfest

Weeze: Abwechslungsreiches Programm beim Tierparkfest
Verschiedene Haustierschädel wurden beim Tierparkfest gezeigt. Von links: Dr. Andreas Lingnau, Marie-Christine Kuypers vom Tiergarten und ihre Mitarbeiterin Anne Völlings. FOTO: Evers
Weeze. Groß und klein kamen in Weeze auf ihre Kosten. Angefangen von der Schafschur bis zur Ausstellung der Tierschädel. Von Paul Foreman

Jedes Jahr werden Schafe von ihrer Wolle befreit, beim Weezer Tierpark war dies am Sonntag bei der traditionellen Schafschur der Fall. Von 10 bis 18 Uhr gab es für Groß und Klein die Rasur zu sehen, neben einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm.

Die Zuschauer beobachteten die Tiere jedoch nicht nur, sondern konnten dabei auch einiges dazulernen. Heinrich Weißendorf kommentierte die Schafschur und teilte dabei Hintergrundwissen und beantwortete Fragen der Anwesenden. So beschrieb er die verschiedenen Formen der Schur, wie die Boden- oder Bankschur, und wies darauf hin, worauf man beim Scheren zu achten hat. Neben den Schafen, die rasiert wurden, waren auch noch junge Tiere im Alter von zwei bis vier Wochen zu sehen, die anderen Schafe waren um die 18 Monate alt. Allgemein gab es mehrere Rassen zu sehen, die sonst nicht im Weezer Tierpark zu finden sind. Diese wurden vom Schafzuchtverband Kleve-Wesel bereitgestellt und umfassten zum Beispiel Texelschafe, Schwarzköpfe und Kamerunschafe. Mit Milch-, Land-, Fleisch- und Haarschafen wurden alle Kategorien des Nutzens abgedeckt. Der Tierpark versuchte damit zu zeigen, wie viele Schafrassen existieren und wie sie sich in ihrem Nutzen unterscheiden.

Auch informativ war es beim Stand von Andreas Lignau, der zum ersten Mal in Weeze dabei war. Er erklärte anhand von verschiedenen Haustierschädeln die Anatomie der einzelnen Tiere. Andere Programmpunkte waren das Filzen oder Spinnen mit Wolle. "Das Oberthema ist bei allem das Schaf und die Weiterverarbeitung von Wolle", betonte Tierparkleiterin Marie-Christine Kuypers. Des Weiteren gab es die Greifvogelstation Niederrhein direkt neben den Schafen zu sehen.

Zur Bespaßung für die Kleineren waren eine Hüpfburg und das Kinderschminken des Franziskus-Kindergarten vorgesehen. Das Highlight des Tages blieb aber natürlich die Schafschur, die mehrmals im Verlaufe der Veranstaltung kommentiert durchgeführt wurde. Drei bis vier Kilo Wolle verloren die Schafe dabei, eine Menge, die die meisten wohl vorher nicht so erwartet hätten. Einen kleinen Teil der Wolle konnten die Besucher kostenlos mit nach Hause nehmen. Wie Weißendorf erklärte, kann die Bauchwolle zum Beispiel als Dünger für Sommerpflanzen verwendet werden.

Somit konnte auch jeder Besucher ein Souvenir von der Aktion mitnehmen, sei es einfach etwas Wolle oder etwas durch Filzen oder Spinnen Gewonnenes. Das bildete ja auch einen Schwerpunkt der Veranstaltung, neben dem Spaß auch über das Schaf als Nutztier und die Verwendung von Wolle zu informieren.

Quelle: RP
 
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