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Kevelaer
Explosiver Fund in Traberpark-Bunkern

Kevelaer. 30 Tonnen illegale Pyro-Technik beschlagnahmt. Amtshilfe für die niederländische Polizei. Von Lutz Küppers

Es war die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschafts- und Umweltkriminalität in Amsterdam, die jetzt im Traberpark Den Heyberg in Twisteden für einen größeren Polizei-Einsatz gesorgt hat. Denn die Niederländer hatten die Staatsanwaltschaft in Kleve um Amtshilfe gebeten, wie die Behörde in der Kreisstadt gestern bestätigte. Weitere Informationen wollte Oberstaatsanwalt Günter Neifer allerdings mit Blick auf die Pressehoheit der Niederländer nicht geben. Gleichzeitig kündigte die Schwerpunktstaatsanwaltschaft in Amsterdam eine Erklärung für heute an.

Wie die Redaktion allerdings aus zuverlässiger Quelle erfahren hat, sind auf dem Gelände des ehemaligen US-Munitionsdepots, wo in den 1980er Jahren unter anderem Pershing-Raketen gelagert wurden, 30 Tonnen illegaler Pyro-Technik beschlagnahmt worden. Die hochexplosiven Feuerwerkskörper sollen in zwei Bunkern untergebracht gewesen sein. Auch unverzollte Zigaretten in nicht bekannter Menge wurden gefunden. Da es sich um ein Amtshilfeverfahren für die niederländische Staatsanwaltschaft handelt, dürften auch die Täter aus dem Nachbarland stammen.

Immer wieder in den vergangenen Jahren warnt die Bundespolizei vor illegalen Feuerwerkskörpern, die in Polen und Tschechien hergestellt würden. Die oft mangelhafte Verarbeitung und der verarbeitete Industriesprengstoff könnten selbst bei korrekter Anwendung zu lebensbedrohlichen Verletzungen führen, wie auf der Seite der Behörde zu lesen ist. Daher ist die Einfuhr nach Deutschland unter Strafe gestellt.

Quelle: RP
 
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