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Weeze
Weezer Neubaugebiete mit Glasfaserkabel ausrüsten

Weeze. Gerade gab es den ersten Spatenstich für ein neues Baugebiet in Weeze. Rund 20 Häuser sollen am Küstersweg entstehen. Und es ist gut möglich, dass die Bewohner dort später ganz schnell im Internet unterwegs sind. Ziel ist nämlich, das neue Baugebiet ans Glasfaser-Netz anzuschließen.

Denn auch in Weeze soll diese Technik weiter ausgebaut werden, erläuterte jetzt Uwe Abels von der Telekom im Weezer Rat. Dort stellte er den Politikern die aktuelle Situation in der Gemeinde dar.

In Weeze gebe es 4885 Haushalte, von denen könnten 91,2 Prozent auf eine Internetgeschwindigkeit von 6 bis 16 Megabit zurückgreifen. 23,3 Prozent hätten immerhin schon eine Geschwindigkeit von 30 Megabit und 16 Prozent verfügten sogar über 50 Megabit.

Aktuell habe man gerade die Kapazitäten in Wemb und Hees ausgebaut. Hier seien jetzt auch 50 Megabit möglich. Noch schneller wäre es mit Glasfaser-Technik. Ziel sei, Neubaugebiete ans Glasfasernetz anzuschließen.

Eine entsprechende Ausbauentscheidung für die Gebiete Küstersweg und Grafscherweg würde aber noch nicht vorliegen. Wunsch sei aber, dass die Kabel bis ans Haus gelegt werden.

Aus den Reihen der Politik war zu hören, dass der momentane Ausbaustandard gerade noch in Ordnung sei. "Aber für die Zukunft reichen 16 Megabit nicht aus." Hier müsste dringend nachgebessert werden, sondern könnte sich zu langsames Internet auf Dauer als Standortnachteil für Weeze herausstellen. Knackpunkt sei auch, dass die Konkurrenten Unitymedia und Deutsche Glasfaser ebenfalls mit Ausbauplänen spielten. Da bestehe die Gefahr, dass durch den Wettbewerb Weeze auf der Strecke bleibe.

Bürgermeister Ulrich Franken stellte daher auch die direkte Frage an den Mann von der Telekom: "Wenn Unitymedia hier groß einsteigt, kommen Sie dann trotzdem noch?" Die Antwort war dann weniger eindeutig: Das sei dann eine Einzelfallbetrachtung, hieß es.

Kein Problem ist die Versorgung am Flughafen Weeze. Hier wurde vor einigen Jahren ein Glasfaserkabel verlegt, damit gibt es eine Anbindung von 155 Megabit.

Damals war in einem neuartigen Verfahren ein bereits liegendes Kabel aufgearbeitet und ersetzt worden.

(zel)
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