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Kreis Kleve
Feuerwehr warnt vor Brandgefahr an Festtagen

Kreis Kleve: Feuerwehr warnt vor Brandgefahr an Festtagen
Nur allzu schnell geraten Weihnachtsbäume in Brand. Die Feuerwehr hat Ratschläge zur Vermeidung solcher Unglücksfälle. FOTO: privat
Kreis Kleve. Weihnachten und Silvester drohen den Wehren im Kreis Einsätze. Kreisbrandmeister Paul-Heinz Böhmer hat Tipps zur Vermeidung. Von Stephan Derks

Es ist kein Geheimnis, das den Feuerwehren jeweils zum Jahresende stressige Tage bevorstehen. Denn in den Tagen vor Weihnachten und zum Jahreswechsel gibt es immer zusätzliche Lösch- und Rettungseinsätze. Brennende Adventsgestecke und Weihnachtsbäume, aber auch Unfälle mit Silvester-Knallkörpern und beim Fondue sowie mutwillig verursachte Brände während der Feiern fordern die Wehren.

"Viele Brände und Unglücke könnten vermieden werden, wenn die Bürger selbst mehr Vorsorge treffen würden. Außerdem könnten Schäden verringert werden, wenn immer sofort nach Entdeckung eines Brandes die Feuerwehr gerufen würde. Über den Notruf 112 sind wir rund um die Uhr erreichbar", so Kreisbrandmeister Paul-Heinz Böhmer. Daher appelliert der oberste Brandschützer im Kreis zu vorsichtigem Umgang mit offenem Licht, Feuerwerk und Frittiergeräten. Er rät: "Stellen Sie Kerzen stets auf eine nicht brennbare Unterlage fern von allen brennbaren Gegenständen. Bewahren Sie Feuerzeuge und Zündhölzer stets außer Reichweite von Kindern auf und brennen Sie Kerzen nie unbeaufsichtigt ab. Adventskränze und Weihnachtsbäume trocknen mit der Zeit aus und sind dann umso leichter entflammbar. Das trockene Reisig brennt mit hoher Geschwindigkeit und Temperatur ab, eine Ausbreitung auf das ganze Zimmer oder die Wohnung ist deshalb stets möglich.

"Halten Sie einen Eimer oder eine Bodenvase mit Wasser bereit", so Böhmer weiter. In Haushalten mit Kindern sind elektrische Kerzen ratsam. Diese sollten den VDE-Bestimmungen entsprechen. "Wer Wunderkerzen abbrennt, nie in unmittelbarer Nähe zum Weihnachtsbaum und glühende Reste sofort entfernen", rät der Kreisbrandmeister.

Auch bei der Zubereitung eines Festessens kann etwas schief gehen. "Bedenken Sie, dass brennendes Fett in Pfanne oder Friteuse nie mit Wasser gelöscht werden darf; da spritzendes Fett höchst gefährlich ist. Legen Sie im Falle eines Falles den Deckel auf Topf oder Pfanne, und nehmen Sie das Behältnis von der Herdplatte. Ein fest sitzender Deckel erstickt das Feuer, die Flamme erlischt." Mit Blick auf Silvester rät Böhmer, Gebrauchsanweisungen aufmerksam zu lesen und zu beachten, da mit nur wenigen Ausnahmen eine Verwendung von Feuerwerk in geschlossenen Räumen verboten ist. Auch gehören keine Feuerwerkskörper in Kinderhand. "Feuerwerkskörper nur im Freien zünden und nicht in der Nähe von leicht brennbaren Gegenständen. Nehmen Sie nach dem Anzünden einen ausreichenden Sicherheitsabstand ein. Werfen Sie Feuerwerkskörper und Raketen nicht blindlings weg und zielen Sie niemals auf Menschen oder Tiere", appelliert Böhmer.

Auch sollten beim Verlassen der Wohnung sämtliche Fenster (auch das Dachfenster) und Türen geschlossen werden, damit verirrte Feuerwerkskörper nicht in die Räume fliegen. So seien Raketen nur aus einer standsicheren Flasche oder Rohr senkrecht in die Höhe zu starten und niemals einen "Versager" ein zweites Mal anzünden. Mülltonnen, speziell die neuen Papiertonnen sollten am Silvestertag nach Möglichkeit unter Verschluss oder an einem sicheren Ort deponiert werden.

"Die Feuerwehren rücken alljährlich aus, um brennende Mülltonnen zu löschen. Stehen die Tonnen dann auch noch dicht an Häusern, Garagen oder Carports, ist die Gefahr eines Feuerübersprungs groß", so Böhmer abschließend, der allen Bürgern im Kreis Kleve im Namen der über 2500 freiwilligen Helfern ein frohes Weihnachtsfest und einen geruhsamen Jahreswechsel wünscht.

Quelle: RP
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