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Jugendfußball
Fußball-Einmaleins bei brütender Hitze

Jugendfußball: Fußball-Einmaleins bei brütender Hitze
Trotz der brütenden Temperaturen absolvierten die Nachwuchskicker mit viel Konzentration die Übungen. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kleve. Auf der Platzanlage in Pfalzdorf ging am Wochenende die Derbystar-Fußballschule über die Bühne. Das Training wurde den bis zu 40 Grad hohen Temperaturen angepasst. Die 120 Kinder kamen auf ihre Kosten und hatten viel Spaß. Von Sabrina Peters

Ein Vater brachte es am Samstag beim Abschlussfest der Derbystar- Fußballschule in Pfalzdorf auf den Punkt: "Das Wetter ist bei 100 Prozent, wenn es etwas kühler wäre." Sein Sohn sah das wohl genauso. Denn die sonnigen 32 Grad bereits am Vormittag und der wolkenfreie Himmel machten doch ganz schön zu schaffen. Die 120 Kinder hatten sich zwar Sonne und warme Temperaturen gewünscht, doch das Thermometer wollte überhaupt nicht mehr aufhören, nach oben zu klettern und zeigte deutlich zu viel an. So wurde aus einer viertägigen Fußballschule eine von Mittwoch bis Samstag andauernde komprimierte Fußballschule.

In den fast 20 Jahren, in denen die Derbystar-Fußballschule nun schon ihre Zelte erst in Goch und seit knapp einem Jahrzehnt in Pfalzdorf aufschlägt, hatte es wohl noch nie eine solche Hitze gegeben. Da war für die Organisatoren rund um Alemannia Pfalzdorf, Derbystar und die zehn mitgereisten Lehrer der Deutschen Fußball-Akademie (DFA), die mit dem Gocher Sportartikelfabrikanten kooperiert, Improvisation gefragt. Denn absagen wollte die Fußballschule keiner. "Die Kinder haben sich so lange darauf gefreut. Für die wäre es schlimm gewesen, sie absagen zu müssen", sagte Jörg Amthor, Ausbildungsleiter der Deutschen Fußball-Akademie. Außerdem hätten einige Eltern ihren Sommerurlaub auch im Hinblick auf die Fußballschule geplant. Eine Verlegung war damit ausgeschlossen, zumal auch die Organisation und Planung bereits sehr viel Zeit in Anspruch genommen habe.

Bedingt durch das hitzige Wetter mussten die Lehrer der Fußball-Akademie das Training allerdings umdisponieren. "Wir haben mit der Fußballschule teilweise eher anfangen und auch eher aufhören müssen", berichtet Amthor. So wurde auch das Abschlussfest mit den Eltern, wo diese das Können ihrer Kids an jeder Station bestaunen konnten, am Samstag um zwei Stunden auf 11 Uhr vorgezogen.

Auf Grund der Kürzung der Unterrichtszeit wurde das Programm zudem etwas abgespeckt. So wurden zum einen Übungen rausgenommen und zum anderen blieb weniger Zeit, um das Gelernte auch zu wiederholen. Wobei das ein geringeres Problem darstellte. "Wir geben sowieso nur Impulse", erklärte Amthor. Das Gezeigte müssten die Kinder im normalen Training oder zu Hause weiter üben und intensivieren. "Ansonsten ist das Gelernte genauso schnell wieder vergessen, wie es gelernt wurde", gibt Amthor zu Bedenken, der deshalb auch den Trainern der jungen Fußballer einige Tipps mit auf den Weg gab. Besonders wertvoll waren die, wie Trainer jeden Einzelnen ihrer Schützlinge achten und fördern können. "So etwas kommt in den Ausbildungen ja leider oft zu kurz", sagt Amthor.

Die Kinder lernten hingegen in den vier Tagen das kleine Einmaleins des Fußballs. Von Taktik über Ballgefühl bis zum Torschuss - auch die Torleute kamen nicht zu kurz. "Sie lernen alles, was im Fußball heutzutage wichtig ist", so Amthor. Das gefiel auch dem achtjährigen Mathis sehr gut, der sich zum ersten Mal angemeldet hatte. "Ich hab mich sehr gefreut, mitmachen zu dürfen", erklärte der stolze Pfaldorfer Knirps, bevor er sich nach dem anstrengenden Training schnell abkühlen wollte.

Trotz des zu warmen Wetters waren die 120 Jungen und Mädchen mit Begeisterung dabei, wenngleich die Hitze wohl an keinem spurlos vorüberging. Die Betreuer der Pfalzdorfer Alemannia sowie von Derbystar und der Deutschen Fußball-Akademie sorgten allerdings für reichlich Trinkpausen und zwischendurch auch für eine kleine Abkühlung unterm Gartenschlauch. So konnte doch noch recht angenehm trainiert werden.

Quelle: RP
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