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Kreis Kleve
Vom Niederrhein zum Einsatz im Kinderheim in Thailand

Kreis Kleve. Rebekka Rittinghaus aus Straelen sucht Sponsoren für ihren Freiwilligendienst bei der Organisation Weltwärts nahe Chiang-Mai. Von Bianca Mokwa

An der Küchenwand hinter ihr hängt eine Deutschlandkarte. Wenn Rebekka Rittinghaus zeigen möchte, wo sie demnächst ein ganzes Jahr verbringt, muss sie allerdings schon den Globus holen. Mit dem Freiwilligendienst Weltwärts geht es für die 17-Jährige aus Straelen-Herongen nach Thailand. Ein Jahr lang möchte sie in einem Kinderheim in der Nähe von Chiang Mai helfen. "Wir arbeiten im Schichtdienst, müssen auch mal nachts aufpassen, die Wäsche versorgen und natürlich für die Kinder da sein", zählt sie die Aufgaben auf. Teilen wird sie sich den Dienst mit der 18-jährigen Marisa. Die hat sie auf einem der vielen Vorbereitungstreffen kennengelernt. Der Entschluss, nach ihrem Fachabitur am Berufskolleg der Liebfrauenschule Geldern ins Ausland zu gehen, war relativ spontan. Ihre Patentante und der Patenonkel haben sie auf die Idee gebracht, vor dem Studium einmal über den Tellerrand zu schauen. Ihr Wunschland war eigentlich Südamerika. "Aber weil ich kein Spanisch spreche, schied das aus", sagt Rebekka. Dann war alles startbereit für ein Jahr als Freiwillige auf den Philippinen. "Aber die politische Lage hat sich so verschlechtert, dass ich besser nach Thailand gehe."

Zu den Reisevorbereitungen gehörten viele Kurse mit dem Verein Weltwärts und jede Menge Impfungen. "Gegen Hepatitis, Gelbfieber, Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis", zählt Rebekka auf.

Um Informationen aus erster Hand zu bekommen, haben sie und Marisa mit einer Freiwilligen gesprochen, die bereits in Thailand war. "Deren Lebensmotto ist Wohlfühlen, schön sein und Spaß haben", fasst Rebekka das Gehörte zusammen. Sie weiß auch, dass die Thailänder nichts auf ihren König kommen lassen. Wer in Thailand auf eine Münze tritt, die das Konterfei des Königs zeigt, dem drohen schlimme Strafen. "Also aufpassen!", sagt Rebekka. Bevor sie am 6. September ins Flugzeug steigt, muss sie aber noch eine große Aufgabe erfüllen. Zwar übernimmt die Organisation Weltwärts 8000 Euro des 11 000 Euro teuren Jahrs, sorgt für Flug und Unterkunft. 3000 Euro muss Rebekka allerdings selber zusammensammeln. Dafür ist ihr nichts zu schwer. Sie nahm schon bei einem Sponsorenlauf teil, im Rollstuhl, weil ihr Fuß verknackst war. Der Fuß ist wieder okay, das Geldsammeln noch nicht zu Ende. Warum gespendet werden soll, weiß sie genau. "Weil es für eine gute Sache ist, und mir dadurch ermöglicht wird in einem anderen Land zu helfen", sagt die Herongerin.

Wer sie in ihrem Auslandsjahr finanziell unterstützen möchte, meldet sich bei folgender Mailadresse: reb.rittinghaus@gmail.com.

Quelle: RP
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