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Köln
Polizei gelingt Schlag gegen Drogendealer

Köln: Polizei gelingt Schlag gegen Drogendealer
Diese Cannabis-Pflanzen fand die Polizei bei einer Durchsuchung in Köln. FOTO: Polizei
Köln. Mehr als 20 Kilo Amphetamine, hunderte Cannabis-Pflanzen und eine hohe Summe Bargeld hat die Polizei Köln am Freitag bei Razzien gegen Drogendealer sichergestellt. Einer der Drogenfunde war einem Zufall zu verdanken. 

Wie die Polizei mitteilt, richtete sich die Razzia gegen zwei Männer, 43 und 26 Jahre alt. Anwohner hatten die Behörde in Porz-Urbach auf einen am Mühlenweg wohnenden 43-Jährigen hingewiesen. Zeugen hatten von ständig geschlossenen Rollläden des Reihenhauses berichtet.

Die Beamten der Kriminalpolizei leiteten Ermittlugnen ein und erwirkten nach eigenen Angaben einer richterlichen Durchsuchungsbeschluss. Am Mittwoch durchsuchten die Beamten die Wohnung des Mannes. Im Keller des Hauses entdeckten sie eine professionelle Cannabisplantage mit Licht-, Belüftungs- und Bewässerungstechnik. Auch das Obergeschoss nutzte der Mann zum Drogenanbau. Eine Fachfirma baute die Anlage am Donnerstag ab. 

Insgesamt stellten die Fahnder 400 Cannabispflanzen, etwa eineinhalb Kilo abgepacktes Marihuana und etwa 4000 Euro Bargeld sicher. Im Schlafzimmer des Beschuldigten fanden die Beamten eine scharfe Pistole mit zugehöriger Munition.

In seiner Vernehmung im Polizeipräsidium gab der 43-Jährige an, er habe sich die Waffe zum Selbstschutz zugelegt. Er muss sich nun in einem Strafermittlungsverfahren wegen Drogenanbaus und -handels verantworten.

Zweiter Zugriff in Nippes

Einen zweiten Mann nahm die Polizei in einer Wohnung an der Merheimer Straße in Nippes fest. Im Zuge einer Vermisstenfahndung nach einem dort gemeldeten - und zwischenzeitlich aus einer geschlossenen Klinik geflohenen - 30-jährigen Kölner fuhren die Polizisten zur Wohnung des Mannes.

Obwohl Geräusche aus der Wohnung zu hören gewesen seien, habe der Mann nicht die Tür geöffnet, berichtet er Polizei. Die Beamten schöpften Verdacht und brachen die Tür auf. 

Der Mann hatte sich in der nach Polizeiangaben stark nach Marihuana riechenden Wohnung in einem Raum verschanzt. Nach einer Weile öffnete der Mann die Tür, bei ihm handelte es sich aber nicht um den Vermissten, sondern um einen 26-Jährigen. 

Die Pflanzen wurden mit professioneller Ausrüstung gepflegt. FOTO: Polizei

Der Mann gab zunächst falsche Personalien an, stieß eine Beamtin zur Seite und stürmte durch das Treppenhaus auf die Straße. An einem Grünstreifen konnte die Polizei den Mann stoppen. Der bereits vorbestrafte 26-Jährige ging in Haft.

Polizisten stellten in der Wohnung mehrere Kartons mit Drogen sicher. Im Kühlschrank fanden die Beamten 23 Kilo Amphetamin. Zudem stellten die Polizisten eine Schussweste, zwei Messer sowie einen Schlagring sicher.

Gegen den offiziell Wohnsitzlosen, der bis dahin von der ihm überlassenen Wohnung seines Bekannten aus seinen Handel betrieben hatte, lagen bereits zwei Strafhaftbefehle wegen Drogendelikten vor.

 

 

(ots)
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