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Krefeld
150. Geburtstag des fast vergessenen Sammlers Walter Anton Vielhaber

Krefeld. Er ist ein nahezu vergessener Wohltäter der Stadt, der ausgerechnet durch Kränklichkeit zu dem wurde, als was er Bedeutung für die Stadt erwarb: Walter Anton Vielhaber wurde am 12. Oktober 1865 als einziger Sohn der Eheleute Gerhard Vielhaber und Theodore Adelheid Sahmann in Krefeld geboren. Seit seiner Kindheit verbrachte er viel Zeit in Südeuropa, um sich von Erkrankungen zu erholen. Diese Aufenthalte machten ihn gesund - und zum Sammler. Vielhaber lebte zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter anderem in Italien, Zürich und Düsseldorf, bis er 1918 nach Freiburg zog. Die Vermögensverhältnisse seiner Familie ermöglichten es ihm, eine umfangreiche Sammlung von Archivalien, Büchern, Stichen, Bildern, Münzen anzulegen.

Diese umfasst eine vollständige Münzsammlung, die sich auf den Niederrhein bis in die Niederlande bezieht, eine vollständige Sammlung von Oranierporträts sowie Porträts des Prinzen Ferdinand von Braunschweig.

Vielhaber starb 31. Dezember 1940 in Freiburg. Seine Sammlung erbte seine Hausdame Emilie Heeg. Sie kam 1944 bei einem Bombenangriff um Leben. In ihrem Testament entsprach Emilie Heeg dem Willen von Vielhaber, dass die Stadt Krefeld alle Archivalien erhalten solle, die einen Bezug zu Krefeld und dem Niederrhein haben. Außerdem vererbte sie der Stadt Bücher, Kupferstiche, Aquarelle, Drucke und Reproduktionen, die sich heute im Bestand des Museums Burg Linn und des Stadtarchivs befinden. Das Erbe wurde mit der Auflage verknüpft, die Grabstätte Vielhabers auf dem Alten Friedhof zu pflegen. Sie steht seit 1989 unter Denkmalschutz.

Quelle: RP
 
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