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Krefeld
Messer baut in China großen Stickstoffgenerator

Krefeld. Nach Siemens schließt auch die Messer-Gruppe mit Sitz in Krefeld einen Vertrag mit dem chinesischen Unternehmen BOE Optoelectronics Technology Co. Es startete in diesem Jahr den Bau von OLED-Elementen am Standort Chengdu. Die hochreinen Gase, die für die Produktion benötigt werden, kommen vom Krefelder Industriegasespezialisten Messer.

In den Displays von Smartphones, Tablets und Wearables, in Fernseh- und Computerbildschirmen dominierte bisher die LED-Technik. Inzwischen ist jedoch die organische LED (OLED) im Begriff, die herkömmliche Leuchtdiode abzulösen. Dünnschichtbauelemente dieser Bauart bieten gegenüber ihren Vorgängern technische Vorteile und lassen sich kostengünstiger herstellen.

Bisher beherrschen vor allem südkoreanische Unternehmen die weltweite Produktion dieser Elemente. Nun will die chinesische BOE Optoelectronics Technology Marktanteile gewinnen. Für die notwendige Gaseversorgung sorgt Messer. BOE bezieht Stickstoff, Sauerstoff, Argon, Wasserstoff und Kohlendioxid. Für die anstehende Steigerung der Produktion baut der Industriegasespezialist zurzeit einen Stickstoffgenerator mit deutlich vergrößerter Kapazität.

Vor gut einem Jahr unterzeichnete die Siemens Factory Automation Engineering Co., Ltd. mit der Chengdu BOE Optoelectronics Technology eine Kooperationsvereinbarung. Laut einem Bericht von China Daily sei Inhalt der Vereinbarung, dass Siemens gemäß Standards der "Deutschen Industrie 4.0" das Steuerungssystem von BOE vollständig intelligent und digital aufwerten und neugestalten werde.

(sti)
 
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