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Kreis Heinsberg
Ebene zwischen Bistum und Gemeinden erhalten

Kreis Heinsberg. Katholikenrat der Region Heinsberg plant eine Resolution für den Erhalt der Regionaldekanatsebene.

Die Ebene zwischen dem Bistum Aachen und den Gemeinden vor Ort ist wichtig und unverzichtbar. Das machte der Katholikenrat der Region Heinsberg bei einer Sitzung in Heinsberg deutlich. Den Hintergrund, dieses Thema auf die Tagesordnung zu setzen, erklärte Lutz Braunöhler als Vorsitzender des Katholikenrats, welcher zu eben dieser Zwischenebene gehört: Die Ebene der Region stehe nicht allein im Bistum Aachen auf dem Prüfstand, da es insgesamt immer weniger Priester gebe, die bereit seien, das Amt des Regionaldekans anzustreben. Nur noch vier von acht Regionen im Bistum hätten einen Regionaldekan, erklärte Braunöhler. Letzter Regionaldekan im Kreis Heinsberg war bis August 2015 Gottfried Maria Graaff.

"Die Kirche in der Region ist mehr als das Amt des Regionaldekans", stellte Geschäftsführer Ralf Zanders laut einer Pressemitteilung in der Sitzung heraus. Zur Region würden der Pastoralrat, der Katholikenrat, das Katholische Forum, die katholischen Sozial- und Jugendverbände sowie der Caritasverband mit seinen Fachverbänden gehören. "Uns allen würde was fehlen, wenn wir die Struktur der mittleren Ebene nicht mehr hätten", betonte Christa Nickels aus der Gemeinschaft der Gemeinden Geilenkirchen. Ohne die Koordinierungs- und Vernetzungsfunktion der mittleren Ebene werde es Parallelgesellschaften geben. Der Zusammenhalt als katholische Kirche fehle dann. Nickels warf die Frage auf, ob das Amt des Regionaldekans auch von Laien übernommen werden könnte. Ihre Befürchtung sei, dass auf das Fehlen eines Regionaldekans der Abbau der regionalen Geschäftsstelle - des Büros der Regionaldekane - folge.

Zanders verdeutlichte, was alles auf der mittleren Ebene vernetzt ist. Dazu gehören die Arbeiter- und Betriebspastoral, die Frauenseelsorge, die St.-Martins-Kleidersammlung, die Flüchtlingsseelsorge, die Altenseelsorge, die Notfallseelsorge, die Trauerpastoral, die liturgische Bildung sowie die Fortbildungen für Religionslehrer. Zudem beteilige sich die mittlere Ebene am "Bündnis gegen Rechtsextremismus" und im Flüchtlingsrat. "Diese Themen benötigen alle die mittlere Ebene, damit sie kirchliche Relevanz haben", erklärte er. Er betonte auch noch, dass eine Region ohne Regionaldekan nicht am Ende sei. Es gelte, die Themen und Aufgaben als wichtig herauszustellen und diese strukturell abzusichern. Christa Nickels schlug einen Regionaltag als Arbeitstreffen vor, wo die Vielfalt, die die Region ausmacht, dargestellt und sichtbar wird. "Diese Idee nehmen wir als den Wunsch aller mit", unterstrich Braunöhler. Wenn die zuständigen Gremien dies befürworten, könne man eine inhaltliche und organisatorische Vorbereitungsgruppe bilden, sagte Zanders.

Abschließend stellte Christa Nickels den Antrag, bei der nächsten Sitzung eine Resolution bezüglich des Erhalts der regionalen mittleren Ebene für den neuen Bischof zu verfassen. Dieser wurde einstimmig angenommen.

Quelle: RP
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