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"Leipert-Stiere" erfolgreiche Global Player

Motorsport: "Leipert-Stiere" erfolgreiche Global Player
Bei der Siegerehrung im Konzert der Großen mittendrin: Beim Saisonfinale in Imola wurde das Leipert-Duo Pieter Vanneste und Niels Lagrange (v.l.) Vizeweltmeister. FOTO: Fotospeedy.it
Wegberg. Motorsport: Rennstall aus Wegberg jubelt beim Lamborghini-Saisonfinale in Imola über Vizetitel und Podestplätze. Von Hans Groob

Die neue Rolle als Motorsport-Global-Player, die Leipert Motorsport in diesem Jahr von Wegberg aus auf Rennstrecken in Europa, den Nahen Osten, in Asien und auch Nordamerika geführt hat, ging für die Lamborghini-Spezialisten voll auf. Das wurde gerade bei den Saisonfinals deutlich. Die hatten ihren Auftakt in der Creventic 24-Stunden-Serie und sahen den Huracan Super Trofeo beim erstmals in den USA (Cota/Texas) gefahrenen Langdistanzrennen auf dem dritten Rang in der Klasse A6-AM.

Und es kam noch besser: Beim Lamborghini World Final im italienischen Imola jubelten die Teams in und um die "Leipert-Stiere" zum krönenden Abschluss nicht nur über die Ehrentitel Asiatischer Vizemeister der ProAM und Vize-Weltmeister ProAM, sondern auch noch über mehrere Podestplätze in den sechs Rennen. Da fielen die Bilanzen der Teamchefs entsprechend euphorisch aus. Senior Ingo Leipert: "Unser Team und die Fahrer hatten eine starke und anstrengende World-Final-Woche, denn wir kommen ohne Zwischenstopp von unserem Einsatz in Cota. Abgesehen von einigen Auf und Ab's während der sechs Lamborghini-Rennen zeigten Ben Gersekowski, Rory Collingbourne, Mikko Eskelinen und Maxx Ebenal eine super Performance. Es war nahezu ein perfektes Ende des Lamborghini Programms 2017 mit dem Gewinn des PRO-AM Vizemeisterschaftstitels für Eskelinen/Ebenal."

Junior Marcel Leipert fügt für die European Series an: "Unsere Saison in Europa war sehr hart und mit viel Drama und Spaß, endet letztlich aber auch mit einem klasse Erfolg. Ich bin sehr glücklich, dass Niels Lagrange und Pieter Vanneste ihre erste Saison mit dem Titel des Vizeweltmeisters in der ProAm krönen konnten. Sie hatten während der Saison nicht immer das Glück auf ihrer Seite, aber mit der Überzeugung, etwas Großes erreichen zu können, gaben sie nie auf. "

Ingo und Martina Leipert freuen sich über eine super Performance ihres Teams. FOTO: RP-FOTOS (2) JÜRGEN LAASER (ARCHIV)

Die letzten Rennen der asiatischen und europäischen Meisterschaften wurden im winterlichen Imola durch mehrere Safetycar Phasen, geplatzte Reifen und etlichen Drehern unterbrochen. In der asiatischen Meisterschaft der PRO-Klasse erreichten Gersekowski/Collingbourne in beiden Rennen den dritten Platz, die PRO-AM Fahrer Eskelinen/Ebenal erzielten Rang drei und Platz vier und gewannen damit den PRO-AM Vizemeistertitel.

In der Europameisterschaft erreichten die PRO-Klasse-Piloten Kisiel/Haber im ersten Rennen den siebten Gesamtrang. Die PRO-AM-Fahrer Lagrange/Vanneste erreichten im ersten Rennen Platz vier, das zweite Rennen war trotz des dramatischen Endes extrem spannend. In der letzten Runde musste der Huracan mit Niels Lagrange am Steuer wegen eines Reifenplatzers in die Boxengasse abbiegen, da war Rang zwei verloren.

Marcel Leipert (l.) und Chefmechaniker Andreas Holzki sind zufrieden mit dem Abschneiden bei der European Series. FOTO: Laaser Jürgen

Die Weltfinal-Rennen wurden wegen der großen Zahl an Fahrzeugen in zwei Gruppen aufgeteilt. Das erste Rennen für die europäische Fahrercrew Kisiel/Haber war bereits kurz nach dem Start beendet, da der Wagen von einem Kontrahenten ins Kiesbett geschoben wurde. Lagrange/Vanneste erzielten in der PRO-AM den zweiten Platz, Gersekowski/Collingbourne drehten sich und fielen auf Platz 18 zurück, Eskelinen/Ebenal schafften Rang fünf in der PRO-AM. Das zweite World-Final-Rennen war spannungsgeladen mit Safety-Car-Phasen und dem Gewinn der Vizeweltmeisterschaft der ProAm für Lagrange/Vanneste. Dass Pech so nahe sein kann, das erlebten Gersekowski/ Collingbourne nach einem großartigen ersten Stint: Ein wohl übermotivierter US-Fahrer verwechselte anscheinend die Boxengasse mit der Rennstrecke und fuhr den Leiperts ohne abzubremsen frontal ins Heck. Zum Glück wurde niemand verletzt.

Quelle: RP
 
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