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Chance verpasst: Die Longhorns stolpern

Lokalsport: Chance verpasst: Die Longhorns stolpern
Ausgebremst: Runningback Daniel Berg (mit Leder-Ei) und seine Longhorns wollen aber weiter alles für die Meisterschaft geben. FOTO: Ralph Matzerath (Archiv)
Langenfeld. Der Football-Regionalligist verlor bei den Aachen Vampires unglücklich mit 14:17. Im Kampf um den Aufstieg ist aber weiter alles drin. Von Martin Römer

Eigentlich war alles angerichtet für die Vollendung der Trendwende im Kampf um die Meisterschaft in der Football-Regionalliga. Weil der große Titel-Konkurrent Cologne Falcons bei der 6:28-Niederlage gegen die Troisdorf Jets überraschend Federn ließ, hätte den Langenfeld Longhorns in der Partie beim Schlusslicht Aachen Vampires schon ein Unentschieden gereicht, um die Tabellenführung zu übernehmen. Doch das Team von Headcoach Michael Hap tat sich - wie bereits in den Jahren zuvor - in Aachen extrem schwer und unterlag am Ende sogar mit 14:17 (7:14). "Gegen Aachen haben wir fast traditionell Probleme. Das ist natürlich diesmal doppelt bitter, weil wir durch die Kölner Niederlage die Chance hatten, ganz nach oben zu klettern", sagte Hap.

Die Gastgeber fanden besser ins Spiel und waren durch einen Touchdown inklusive Extrapunkt zuerst erfolgreich - 7:0. Die Longhorns kamen im zweiten Viertel ebenfalls bis in die Aachener Endzone, denn Quarterback Riccardo Mazzarotto fand mit seinem Pass den Teamkollegen Marius Wittig und beim 7:7 war wieder alles offen. Wenig später gelang den Vampires allerdings ein zweiter Touchdown, sodass die Langenfelder zur Halbzeit mit 7:14 im Hintertreffen lagen.

Nach dem Wechsel kam es dann zur vielleicht entscheidenden Situation. In drei Anläufen war es den Longhorns nicht gelungen, nahe der Aachener Endzone ein neues "Frist Down" zu erreichen. Anstatt mit dem vierten und letzten Anlauf zu versuchen, vier neue Angriffszüge zu erlangen, entschieden sich die Langenfelder für die vermeintlich sichere Variante: Sie probierten ein Fieldgoal aus ungefähr 20 Yards Entfernung. So etwas ist grundsätzlich kein Problem für Kicker Marcel Kirchner, aber ihm versagten ausgerechnet jetzt die Nerven ihren Dienst. Das Spielgerät fand sein Ziel nicht und Langenfeld musste die eingeplanten Punkte abschreiben.

Im letzten Viertel gelang den Longhorns über einen Touchdown von Daniel Berg der 14:14-Ausgleich, ehe Aachen kurz vor Schluss durch einen guten Fieldgoal-Versuch das 17:14 vorlegte. Dann hätte es für die Langenfelder beinahe trotzdem noch zum Erfolg gereicht, als es Longhorns-Quarterback Mazzarotto zehn Sekunden vor Schluss mit einer "Hail Mary" probierte, einem Alles-oder-Nichts-Pass.

Kurz vor der eigenen Endzone startend, schleuderte er das Leder-Ei so weit wie möglich nach vorne - und fand in Marcel Kirchner tatsächlich einen Abnehmer, der erst kurz vor der Endzone gestoppt wurde. Dass das Tackling gegen den Langenfelder Wide Receiver regelwidrig war, übersah das Schiedsrichterteam. Und so brachte die Verzweiflungstat nur 97 Yards ein - ein Yard zu wenig für den Touchdown, den Sieg und die damit verbundene Tabellenführung.

Den Sprung an die Tabellenspitze haben die Langenfelder zwar verpasst, doch im Titelrennen ist noch immer nichts entschieden. Realistisch betrachtet ist aktuell nur das vom Schlusslicht Aachen aus dem Rennen, während sich alle anderen Mannschaften Hoffnungen auf die Meisterschaft und den Aufstieg in die Zweite Liga machen dürfen. Die Troisdorf Jets, Remscheid Amboss und die Cologne Falcons verfügen auf den Plätzen eins bis drei über jeweils 8:6 Punkte. Es folgen die Longhorns, die ein Spiel weniger absolviert haben und bei 6:6 Zählern stehen. Selbst der Tabellenfünfte Solingen Paladins ist mit 7:7 Punkten noch im Rennen.

Quelle: RP
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