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Monheim
Verein repariert Räder für Flüchtlinge

Monheim. Der Baumberger Allgemeiner Bürgerverein sammelt, der SKFM repariert.

Mit dem Fahrrad kommt man mal eben hier hin oder da hin. Das ist super praktisch. So ein Fahrrad, wäre das nicht auch was für die Flüchtlinge, die in Monheim leben? Ja, klar, haben die Ehrenamtlichen und Vertreter der Stadt, die mit Flüchtlingen zu tun haben, beim Netzwerktreffen gesagt. Das war vor etwa zwei Monaten.

Gesagt, getan. Das Projekt läuft. Die ersten sieben Flüchtlinge haben ihre Fahrräder bekommen und sich gefreut, sagt SKFM-Mitarbeiter Frank Nickel. "Das sind Jugendliche aus Afghanistan und Syrien." Nickel ist Bereichsleiter der Flüchtlingshilfe und sitzt im Büro an der Niederstraße, wo es eben auch um solche Themen geht.

Das Beispiel Fahrräder, das zeigt auch noch mal, wie gut sie in Monheim alle zusammenarbeiten bei der Flüchtlingshilfe. Da ist zum Beispiel Helmut Heymann vom Baumberger Allgemeiner Bürgerverein. Er sammelt die Fahrräder ein. 30 hatte er in einer ersten Runde geschenkt bekommen, zum Beispiel von älteren Menschen, die nicht mehr Rad fahren oder gerade auf ein E-Bike umgestiegen sind oder auch von Kindern, die zu groß für ihre Räder geworden sind, erzählt Heymann.

Jetzt ist Heymann zum zweiten Mal unterwegs. An einem Samstagvormittag sammelt er wieder Räder ein. Wie viele? "Noch mal 30", sagt der BAB-Vorsitzende, der sich auch persönlich über die gespendeten Räder freut.

Dabei hatte Heymann nach seinem Aufruf, Räder für Flüchtlinge zu spenden, auch ganz andere Erfahrungen gemacht: Da hatte er Leute am Telefon, die ihn beleidigten und beschimpften, dafür, dass er sich um Flüchtlinge kümmert. Abgeschreckt hat ihn das nicht. Und als die ersten Räder dann da waren, hat er sie weitergegeben, an den katholischen Verein für Soziale Dienste (SKFM).

SKFM-Ehreamtliche haben die Räder dann fit gemacht und machen auch noch weitere fit - in der Werkstatt des städtischen Sojus. Mal musste nur etwas Luft in den Reifen, mal musste etwas repariert werden - und ganz wichtig: die Codierung. Damit niemand sagen kann, die Räder wären gestohlen.

(bine)
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