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Leverkusen
Kampf- und Schoßhund sind vor Steueramt gleich

Leverkusen: Kampf- und Schoßhund sind vor Steueramt gleich
Wenn Herrchen ungetrübte Freude an seinen tollenden Vierbeiner haben will, dann muss er Hundesteuer zahlen. Wer in Leverkusen zwei Hunde hat, zahlt für jeden im Jahr 264 Euro, für Kampfhunde die gleiche Summe. FOTO: privat
Leverkusen. Besitzer von Kampfhunden haben es in Leverkusen gut: Sie zahlen genauso viel Hundesteuer wie die Besitzer von lammfrommen Schoßhunden, nämlich 132 Euro im Jahr. Bei zwei oder drei Schoß- oder Kampfhunden sind es 264 Euro pro Hund und Jahr.

Der Bund der Steuerzahler legt jetzt einen Vergleich aus 126 Städten in Nordrhein-Westfalen zu den Hundesteuern vor. Etliche Städte machen große Unterschiede und besteuern Kampfhunde wesentlich höher als die von Natur aus eher friedlich gesinnten vierbeinigen Spaziergangsbegleiter. So zahlen Kampfhundebesitzer in Wuppertal für zwei oder drei solcher Gefährten jeweils 1000 Euro pro Hund im Jahr. In Aachen sind es 1152 bei drei Kampfhunden und in Monheim sogar 1320 Euro.

Sehr große Unterschiede gibt es aber auch je nachdem, wo ein einzelner Hundebesitzer seinen vierbeinigen Freund Gassi führen möchte. Leverkusen liegt dabei mit seinen 132 Euro für einen "Normalhund" pro Jahr schon relativ hoch im Ranking. An der Spitze liegt Hagen mit 180 Euro, gefolgt von Wuppertal und Mülheim mit 160 Euro.

Von der Größe der Stadt unabhängig sind Ermäßigungen, die den Hundehaltern gewährt werden. So ist es in 53 Städten mit ganz unterschiedlichen Einwohnerzahlen üblich, dass für einen Hund aus dem Tierheim eine gewisse Zeit keine Hundesteuer gezahlt werden muss. "Ein System, das in allen Städten Schule machen sollte", sagt Heinz Wirz, Vorsitzender des Bundes der Steuerzahler. Schließlich würde damit ein Anreiz geschaffen, die Tierheime zu entlasten und die Kosten für die Heime zu reduzieren.

(gt)
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