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Leverkusen
So lernen chinesische Schüler in Opladen

Leverkusen. In Deutschland war Harry zum ersten Mal 2014 - während der Fußball-Weltmeisterschaft. "Das war toll", sagt der 17-Jährige. Mit seiner Mutter sei er unter anderem in München und Berlin gewesen. Und da sei sein Wunsch gereift, in Deutschland das Abitur zu machen. Von Susanne Genath

Denn Harry heißt eigentlich Liang Yuan Hao und kommt aus Peking. Am chinesischen Internat in Opladen bereitet er sich mit 23 anderen Jugendlichen darauf vor, im Herbst an ein deutsches Gymnasium zu gehen. Den westlichen Namen hat er sich selbst gegeben, als Erleichterung für deutsche Gesprächspartner. Gestern berichtete er beim Tag der offenen Tür an der Bahnstadtchaussee über sein Leben und seine Eindrücke in der neuen Umgebung.

Im November kam Harry nach Opladen, nachdem er in China bereits zwei Monate lang die elfte Klasse besucht hatte. In der Bahnstadt teilt er sich nun das Zimmer mit einem anderen Schüler und lernt fleißig Deutsch. Er wird anschließend auf eine Privatschule in Bonn gehen. "Das ist ein sehr schönes Gymnasium", sagt er. Zu einem Probetag sei er bereits dort gewesen. Nach seinem Abi will der 17-Jährige Kulturmanagement oder Betriebswirtschaft studieren.

Schulleiter Paul Reuter findet die Lage des Internats in der sich wandelnden Bahnstadt ideal. "Wir hoffen, dass sie Inspiration für unserer Schüler bietet und sie sich wohlfühlen." Dazu gibt es in den Aufenthaltsräumen unter anderem eine Lounge-Ecke, eine Tischtennisplatte und eine Musikanlage.

"Alle sind ohne die Eltern hier", berichtet Sabrina Beeker von der Aery GmbH, die das Internat in Leverkusen betreibt. Die Schüler stammten aus wohlhabenden Familien, die Wert auf eine gute Ausbildung legten. "Das deutsche Abitur ist in China sehr gefragt."

Übrigens war eine der größten Umstellungen für Harry, mit dem Zug zu fahren. "Das ist teurer als in China."

Hier geht es zum Video über das Chinesische Internat.

Quelle: RP
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