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Lokalsport
Giants-Reserve ist als Tabellenführer nur Außenseiter

Leverkusen. Tabellenführer und doch keineswegs Favorit - diese Konstellation gibt es nicht oft. Aber morgen im Spiel der Basketball-Oberliga zwischen der Reserve der Bayer Giants und DJK Südwest Köln ist genau das der Fall, sagt Jacques Schneider: "Wir fahren als absoluter Außenseiter nach Köln, aber das wird den meisten Mannschaften der Liga so gehen", unterstreicht der Trainer der Giants.

Südwest schaffte vergangenes Jahr zwar sportlich den Klassenerhalt in der 2. Regionalliga, wurde aber durch die Umstrukturierung der Ligen wegen der Absteiger aus der Pro B-Nord in die Oberliga versetzt. Jetzt soll es sofort zurück nach oben gehen. Entsprechend sieht der Kader aus. Das bewies schon der 81:62-Erfolg gegen die BG Aachen, Schneider: "Da sind schon einige Kaliber bei, es wird interessant, sich mit so einem Team zu messen."

Gerne hätte er das mit seinen Besten getan, doch weil die erste Mannschaft ebenfalls morgen gegen Lich in die Spielzeit startet, werden Martin Dahlem und Marten Linssen nicht dabei sein können. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein: Mehrere Mannschaften hätten im Wissen um den eigenen Vorteil dem Antrag der Giants auf Spielverlegung nicht zugestimmt, hadert Schneider.

Dagegen kann Fast-Break Leverkusens Trainer Thomas Pimperl fast wieder auf alle Spieler zurückgreifen, bis auf Kapitän Andy Fabian stehen für die Heimpremiere heute (Sporthalle Steinbüchel-West, 20 Uhr), alle parat. Gegner Hürth hat den Start mit einer Heimpleite gegen zuletzt schwache Königsdorfer verpatzt. Nicht nur deshalb betont Pimperl: "Für uns ist ein Sieg Pflicht." Außerdem müsse seine Mannschaft in dieser Saison wesentlich stabiler auftreten, sonst drohen die Steinbücheler wie im Vorjahr ihre hochgesteckten Ziele erneut früh zu verpassen. "Letzte Saison haben wir zuhause vier von elf Spielen verloren, aber gerade in unserer Halle müssen wir unserer Favoritenrolle gerecht werden."

Der starke Auftritt zuletzt in Bonn (86:58) macht Mut, dass das Team bereits weiter ist, als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison.

Der Trainer von TuS 82 Opladen hat in Erwartung des einen oder anderen Rückschlags die Ziele von vornherein etwas bescheidener formuliert: Immer nur von Spiel zu denken. Anscheinend zu Recht, denn der Saisonstart ging 83:91 gegen Aufsteiger Pesch daneben. Doppelt bitter, dass es dann auch noch nach Verlängerung war: "Solche Spiele gibt es in jeder Saison. Natürlich ist es bitter, wenn dir sowas direkt am ersten Spieltag passiert", sagt Sven Klesper. Bei aller Enttäuschung nahm der Coach der 82er aber auch viel Gutes mit: "Bis auf die letzten Minuten haben wir als Mannschaft gut funktioniert. Was danach schief gelaufen ist, wissen wir - und wir werden daran arbeiten." Heute muss bei der zweiten Mannschaft der Dragons Rhöndorf der Fehlstart abgewendet werden.

(sl)
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