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Sechsfaches Gold für den TSV in Leipzig

Lokalsport: Sechsfaches Gold für den TSV in Leipzig
Ein einziger gelungener Sprung reichte Alyn Camara, der einmal mehr Probleme beim Anlauf hatte, für die Goldmedaille in Leipzig. FOTO: BIRKENSTOCK
Leverkusen. Die Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften verliefen aus Leverkusener Sicht überaus erfolgreich. Insgesamt sechs Gold-, drei Silber- und eine Bronzemedaille zeigen, dass die Olympischen Spiele im Sommer kommen können. Von Dorian Audersch

Mit großen Ambitionen brachen insgesamt knapp 40 Sportler des TSV Bayer Richtung Leipzig auf, um bei den Deutschen Hallenmeisterschaften zu glänzen. Die Wettkämpfe sind für Leichtathleten der Höhepunkt der Wintersaison. Stabhochspringerin Silke Spiegelburg sprang trotz schwieriger Vorbereitung zum Titel. Weitspringer Alyn Camara reichte ein gültiger Versuch zur Titelverteidigung. Carlo Paech, Mateusz Przybylko, Konstanze Klosterhalfen und die 4x200-Meter-Staffel der Männer holten ebenfalls Gold.

Vor allem der Sieg von Spiegelburg kam überraschend. Über Wochen war die 29-Jährige aufgrund eines hartnäckigen grippalen Infektes außer Gefecht gesetzt. Nach Leipzig reiste sie ohne bedeutende Wettkampfpraxis. Doch schon ihre ersten Sprünge über 4,31 Meter und 4,41 Meter schürten die Hoffnung auf eine Medaille.

Am Ende konnte sie bereits im dritten Versuch 4,56 Metern den Titel feiern. Erst bei 4,66 Metern war für Spiegelburg Endstation. Es ist ein Ergebnis, das die dreifache Diamond-League-Siegerin optimistisch auf den Olympia-Sommer blicken lässt: "Eigentlich ging es heute vor allem darum, nach drei Wochen Krankheit wieder ein gutes Sprunggefühl zu bekommen", sagt die Athletin. "Das ist gelungen und ich freue mich über den Titel."

Als Titelverteidiger ging Weitspringer Alyn Camara ins Rennen. Mit seinen gleich im ersten Versuch erzielten 7,82 Metern schockte er die Konkurrenz und blieb bis zum Ende des Wettkampfes an der Spitze. Für die Sommersaison strebt der Sportsoldat die Stabilisierung seines Anlaufes an.

"Auch wenn der Titel natürlich schön ist, kann ich mit meiner Leistung heute nicht wirklich zufrieden sein. Ich habe Probleme mit den letzten vier Schritten und so kommen die vielen ungültigen Versuche zustande. Daran muss ich mit Blick auf den Sommer intensiv arbeiten", gibt sich Camara selbstkritisch. "Wenn mir das gelingt, fliege ich auch wieder über acht Meter. Da bin ich mir sicher."

Carlo Paech hat in Abwesenheit des verletzten Ex-Weltmeisters Raphael Holzdeppe, der kurzfristig seinen Start absagen musste, erstmals das Stabhochspringen bei deutschen Hallen-Meisterschaften gewonnen. Er setzte sich am Sonntag mit 5,60 Metern durch, was auch die Qualifikation zur Hallen-WM nach Portland bedeutet. Holzdeppe hatte sich beim Einspringen eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen. Auch Titelverteidiger Tobias Scherbarth aus Leverkusen war in Leipzig nicht am Start.

Konstanze Klosterhalfen, die seit Monaten in bestechender Form ist, lief über 3.000 Meter zum Sieg (8:56,36). "Die Saison ist super gelaufen", sagt die 19-Jährige, die einen neuen U 20-Rekord in der Halle aufstellte und ihre erste Deutsche Meisterschaft bei den Aktiven feierte. "Jetzt geht es zunächst regenerativ weiter, dann beginnt der Aufbau Richtung Sommer." Ihr Fokus, sagt sie, liege bereits auf der U 20-Weltmeisterschaft.

Hochspringer Mateusz Przybylko verteidigte seinen Titel. Mit einem Sprung über 2,29 Meter stellte er nicht nur seine Bestleistung in der Halle ein, sondern holte auch das nächste Gold. "Ich habe mich schon vor dem Wettkampf gut gefühlt. Wir haben in den letzten Wochen Intensiv an der Spritzigkeit gearbeitet und den Anlauf leicht verändert", sagt Przybylko.

Die Staffel aus Aleixo Platini Menga, Kai Köllmann, Lukas Blechschmidt und Nico Menzel sprintete über 4x200 Meter zum etwas überraschenden Sieg. Für ihre 1:24,72 Minuten bekam das schnelle Quartett die Goldmedaille überreicht.

Quelle: RP
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