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Lokalsport
Zum Spektakel fehlen noch Punkte

Leverkusen. An Unterhaltung mangelte es den Heimspielen der Giants bisher nicht. Gegen Elchingen soll im dritten Anlauf nun auch der erste Sieg gelingen.

Die Heimspiele in der Ostermann-Arena waren bislang - sofern der Unterhaltungswert im Mittelpunkt stand - in jeder Hinsicht lohnenswert: Jedes Mal bekamen die Zuschauer Spannung und Dramatik bis zur letzten Sekunde geboten, einmal sogar mit Verlängerung. "Wir wollen zuhause mitreißenden und hochklassigen Basketball zeigen, dann werden noch mehr Zuschauer kommen", hatte Achim Kuczmann vor dem Beginn der Saison gesagt. Und bislang haben seine Spieler, besonders die Zugänge Kerry Carter, Brandon Nazione und Tim Schönborn, dem auch Taten folgen lassen.

Die Rundsporthalle steht für Spektakel, es fehlen allein die Ergebnisse. Zwei Spiele, null Punkte - mit dieser Quote lassen sich die Playoff- oder noch höhere Ambitionen kaum verwirklichen. Dass es auf diesem Niveau auch für ein hoch gehandeltes Team wie die Bayer Giants keine Laufkundschaft gibt, ist klar. Dass die bisherige Ausbeute einer dringenden Verbesserung bedarf, allerdings nicht weniger. Mit ein bisschen mehr Glück könnten die Basketballer bereits mit sechs Punkten an der Spitze stehen, so sind es nur zwei. Dass sein Team nach den knappen Niederlagen gegen Lich und München einen Knacks bekommen könnte, glaubt der Bayer-Coach indes nicht: "Die Mannschaft verfügt über jede Menge Klasse. Außerdem hat sie viel mehr Erfahrung als die Teams der letzten Jahre. Natürlich waren die Ergebnisse zuhause bisher enttäuschend, aber davon lässt sich keiner aus der Bahn werfen."

Deshalb soll morgen (16 Uhr) im dritten Anlauf der erste Heimsieg gelingen. Die Baskets Elchingen sind noch ungeschlagen, haben ihre Spiele bislang aber nur in der schwäbischen Heimat bestritten. Kuczmann erwartet dennoch einen "schweren Gegner".

Ob Damon Smith wieder mitwirken kann, entscheidet sich kurzfristig. Umso besser, dass Götz Twiehoff wieder bereit steht. Bayers wichtigster Innenspieler gab nach überstandener Knöchelverletzung schon vergangene Woche sein Comeback, auch wenn er dafür nach seiner USA-Rückkehr quasi aus dem Flieger aufs Feld kam. "Er wollte der Mannschaft unbedingt helfen, das spricht für seinen Willen und seinen Charakter. Er ist noch nicht ganz wieder bei 100 Prozent, aber es ist wichtig, dass er dabei ist", sagt sein Trainer.

Einer wie Twiehoff bringt mehr Unberechenbarkeit ins Leverkusener Spiel. Gegen die Bayern versuchten es die Giants 30 Mal von der Dreierlinie, 20 davon gingen allein auf Carter und Schönborn, insgesamt fanden aber nur sechs Versuche das Ziel. Gegen Elchingen muss die Offense wieder variabler werden. Kuczmann: "Die Leistung hat trotzdem gestimmt, und genau das müssen wir mit ins Spiel nehmen. Außerdem werden wir nicht nochmal so viel Pech haben wie in den ersten beiden Partien."

(sl)
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