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Meerbusch
Neue Übergangsheime für Flüchtlinge

Meerbusch: Neue Übergangsheime für Flüchtlinge
Die Verwaltung will das frühere Kita-Gebäude am Neusser Feldweg in Osterath bis Mitte 2017 für die Unterbringung von Flüchtlingen mieten. Am 16. Juni entscheiden die Politiker im Sozialausschuss. FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. In Meerbusch sind seit Jahresbeginn 117 Flüchtlinge angekommen — jeden Monat kommen im Schnitt 23 hinzu. Die Stadt schlägt vor, eine frühere Kita in Osterath und den Malteser-Stützpunkt in Lank für die Unterbringung zu mieten Von Martin Röse

Die Stadt Meerbusch hat ein Problem: Die Zahl der Flüchtlinge steigt und steigt - jeden Monat kommen im Schnitt 23 hinzu. Aber die bereits in Auftrag gegebene Containerlösung an der Kranenburger Straße in Osterath zur Unterbringung von rund 50 zusätzlichen Personen wird frühestens Ende September fertig. So lange reicht die Zeit nicht mehr: "Uns stehen aktuell nur noch fünf freie Plätze zur Verfügung", sagt der Erste Beigeordnete Frank Maatz.

Die Verwaltung möchte deshalb übergangsweise zwei Gebäude mieten, um die Flüchtlinge dort unterzubringen. Zum einen handelt es sich um das Kindergartengebäude am Neusser Feldweg. Dort war einst der evangelische Kindergarten untergebracht, bevor zwischenzeitlich die katholische Kirche das 500 Quadratmeter große Gebäude übergangsweise nutzte. Dort könnten rund 40 Flüchtlinge untergebracht werden. Zunächst müsste die Stadt die ehemalige Kita für die neue Nutzung herrichten. Maatz geht von Investitionen für Duschen, Waschbecken, WCs, Trennwände und Brandschutzmaßnahmen von rund 30 000 Euro aus. Das Gebäude befindet sich in Privatbesitz; 2017 soll dort etwas Neues entstehen. Der Mietvertrag soll deshalb bis Ende Juni 2017 befristet werden.

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Neben der früheren Kita werden bis zur Inbetriebnahme der Containeranlage nach Einschätzung der Verwaltung weitere Raumkapazitäten benötigt. "Daher soll im Bedarfsfall auch mit dem Eigentümer des Gebäudes an der Uerdinger Straße 85 in Lank ein Mietvertrag geschlossen werden", schlägt Maatz vor. In dem ehemaligen Stützpunkt der Malteser könnten auf rund 240 Quadratmeter Wohnfläche nochmals rund 25 Personen untergebracht werden.

Vor einer Nutzung müsste auch dieses Gebäude hergerichtet werden. Die Verwaltung geht von Kosten von 28 000 Euro aus. Die Finanzierung der Mietkosten in diesem Jahr sei durch Landeszuweisungen gegeben, so Maatz. Die laufenden Betriebskosten - sie machen pro Jahr rund 44 000 Euro aus - zahlt die Stadt.

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In der nächsten Sitzung des Sozialausschusses am 16. Juni im Verwaltungsgebäude am Dr.-Franz-Schütz-Platz in Büderich werden die Politiker über die Vorschläge beraten. Die Sitzung ist öffentlich, beginnt um 17 Uhr.

Quelle: RP
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