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Meerbusch
Ratspolitiker fordert Lehrer für Meerbusch

Meerbusch. Die Aktiven kritisieren die NRW-Landesregierung für Unterrichtsausfall an den Schulen.

Christian Staudinger-Napp (Die Aktiven) hat anlässlich des Personalmangels am Städtischen Meerbusch-Gymnasium Kritik an der Landesregierung geübt. Unsere Zeitung hatte gestern über den Lehrermangel an der Schule berichtet, nachdem zuvor die kommissarische Schulleiterin Dorothee Schiebler die Eltern in einem Schreiben über die Situation informiert hatte.

Ratspolitiker Staudinger-Napp kritisiert insbesondere, dass die Schulleiterstelle seit einem Jahr kommissarisch besetzt ist. Die Abberufung des früheren Schulleiters Stefan Holtschneider zur Bezirksregierung - dort arbeitet er als Schuldezernent für den Fachbereich Kunst - sei kurzfristig geschehen und habe die Eltern und Schüler überrascht und verärgert. "Man kann sicherlich sagen, dass diese Vorgehensweise der Bezirksregierung schon ziemlich dreist und unverschämt war, einen Schulleiter abzuziehen ohne schnellstmöglichen, bzw. sofortigen Ersatz zu sorgen", kritisiert Staudinger-Napp. Dies decke sich mit der jetzigen Entwicklung, dass Unterricht wegen mangelnder Finanzierung des Vertretungsunterrichts ausfallen muss.

Die Aktive-Ratsfraktion fordert weiter auch eine Erklärung von der Bezirksregierung Düsseldorf, warum es am Meerbusch-Gymnasium und an den anderen Meerbuscher Schulen zu überproportionalem Unterrichtsausfall kommt und wie die Problematik in den Griff bekommen werden soll.

Der Appell richtet sich auch an den Meerbuscher Oliver Keymis, Landtagsvizepräsident (Bündnis 90/Die Grünen). Dieser solle bei seinen Parteifreundinnen, der Regierungspräsidentin Anne Lütkes und Schulministerin Sylvia Löhrmann Druck machen, "damit dieser Spuk ein Ende hat", fordert Staudinger-Napp.

(sep)
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