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Mönchengladbach
Der Bürgerpreis der SPD geht an engagierte Flüchtlingshelfer

Mönchengladbach. Sie packen an, sie geben praktische Hilfe vor Ort und fühlen sich von einem Lächeln angemessen entlohnt: die ehrenamtlichen Helfer. Ohne diese guten Geister wären die Herausforderungen in der Flüchtlingsarbeit nicht zu stemmen. Die Mönchengladbacher SPD widmete daher den Bürgerpreis 2016 besonders engagierten Bürgern und Initiativen, die sich im herausragenden Maße um Geflüchtete kümmern. Von Angela Wilms-Adrians

Im Theatercafé Linol an der Odenkirchener Straße wurden Tony Trapp und mit ihm die Flüchtlingshilfe Römerbrunnen, Andreas Vels und Simone Schüller von der Initiative Mönchengladbacher helfen sowie Gudrun Gruhn von der Flüchtlingshilfe Giesenkirchen geehrt. Das Ensemble "Con brio" der Musikschule Mönchengladbach bereicherte das Programm um lebendig servierte Darbietungen.

Gülistan Yüksel, MdB und Vorsitzende der Gladbacher SPD, lobte die Preisträger für deren "tolle Arbeit" und bescheinigte ihnen: "Durch Ihren Einsatz unterstützen Sie den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Was Sie jetzt leisten, wird in Zukunft Früchte tragen." Im Grußwort betonte Christina Kampmann, Landesministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, dass angesichts der weltweit mehr als 60 Millionen flüchtenden Menschen bürgerschaftliches Engagement wichtiger denn je sei. Bei einem Aufenthalt im Libanon an der Grenze zu Syrien habe sie ein unvorstellbares Elend gesehen. Daher sei sie froh, dass es auch in NRW Menschen gebe, die ihre humanitäre Verantwortung sehen. Kampmann bescheinigte den Geehrten, "Helden unserer Zeit" zu sein. Mit ihrem Einsatz würden sie dazu beizutragen, dass aus der Flüchtlings- eine Erfolgsgeschichte werde.

In der Laudatio kürte Winfried Kroll, Vize der Gladbacher SPD, Tony Trapp zum "Mister Römerbrunnen". Trapp habe bei den Flüchtlingen nicht gefragt "Wo kommt ihr her", sondern "Wo wollt ihr hin?" - und dem Ruhestand zum Trotz seine Verbindungen eingesetzt. Die neue Juso-Chefin Josephine Gauselmann stellte die Arbeit der von Andreas Vels gegründeten Facebook-Gruppe vor. Mit dieser Unterstützung konnte die Initiative Mönchengladbacher helfen zentrale Sammelstellen einrichten. "Gudrun sucht prinzipiell nach Lösungen", so Hans-Willi Körfges, MdL, als er Gruhn und deren Einsatz in der Flüchtlingshilfe Giesenkirchen und beim SSV Rheydt vorstellte. So hatte Gruhn auch eine Lösung parat, wie das Preisgeld in Höhe von 500 Euro eingesetzt wird. Der Verein will 300 Euro für ein Begegnungsfest in Giesenkirchen nutzen, 200 Euro für ein gemeinschaftliches Essen.

Quelle: RP
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