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Mönchengladbach
Flüchtlinge an Raststätte aus Container befreit

Mönchengladbach. Große Überraschung für einen Lkw-Fahrer: Aus einem der von ihm geladenen Container drangen gestern Morgen Klopfzeichen. Er steuerte die Raststätte Wolfskull an der A52 an und rief die Polizei.

Beim Öffnen der Container kam eine unerwartete Fracht zum Vorschein: zwei Kinder, eine Frau und drei Männer, die unverletzt aus dem Container stiegen. Auch für sie war der Halt auf einer deutschen Autobahn nicht geplant. Denn das Ziel der sechs, die nach ersten Vernehmungen der Polizei aus Syrien stammen, hieß Großbritannien, nachdem sie per Container in Calais angekommen waren.

Doch während der Fahrt schaute einer auf das GPS-Signal seines Handys - und das meldete Viersen. Als sie die falsche Richtung bemerkten, klopften sie gegen die Wand. Laut Harald Moyses, Sprecher der Kreispolizei Viersen, stecken keine Schleuser hinter dem Fluchtversuch. Die vier Erwachsenen, die nicht miteinander verwandt seien und sich nicht gekannt hätten, hätten sich auf Vorschlag eines Bekannten in Calais auf die Reise begeben. "Der Fahrer des Lasters nahm den Container ohne Zielkennzeichnung am Hafen auf - nicht ahnend, dass sich darin Menschen befanden", sagt Moyses.

Wie es mit den Flüchtlingen weitergeht, hängt davon ab, ob sie bereits als Asylbewerber registriert sind. Sie erwartet laut der Polizei zudem eine Anzeige wegen illegaler Einreise.

(busch)
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