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Mönchengladbach
"Katharina" netzwerkt nun in der Region

Mönchengladbach. Fünf katholische Altenhilfeträger wollen in Zukunft gemeinsame Wege gehen. Von Angela Rietdorf

Miteinander arbeiten, voneinander lernen, aufeinander verweisen - fünf katholische Träger der Altenhilfe wollen in Zukunft gemeinsame Wege gehen und haben zu diesem Zweck das Netzwerk Katharina gegründet. Im Namen stecken die Begriffe katholisch, Altenhilfe, Region und Austausch. Und wie es bei Netzwerken üblich ist, sollen alle Beteiligten profitieren: die Altenpflegeeinrichtungen, die Senioren, die Angehörigen und die Mitarbeiter.

"Wir sind als Akteure vor Ort auch oft als Berater gefragt", erklärt Claus Altenkamp, Geschäftsführer des am Netzwerk beteiligten Katharinenstifts. Sind etwa keine Plätze in der eigenen Einrichtung frei, wird auf freie Kapazitäten in anderen Netzwerk-Einrichtungen verwiesen. "Wir brauchen die Leute nicht mehr mit einer Liste von Altenheimen in der Hand wegschicken, sondern können jetzt oft direkt weiterhelfen und einen Platz in einem der anderen Altenheim besorgen", sagt Claudia Frenken vom St.-Antonius-Altenheim Wickrath. Und wenn dann wieder ein Platz in der eigenen Einrichtung zur Verfügung steht, ist auch ein schneller und problemloser Wechsel zurück ins heimatliche und vertraute Quartier möglich. Außerdem sei man gemeinsam in der Lage, die ganze Produktpalette vom ambulanten Pflegedienst über die Tagespflege bis zur vollstationären Betreuung anzubieten, ergänzt Frank Polixa, Geschäftsführer des Gladbacher Caritasverbandes.

Man möchte sich auch abgestimmt in die kommunale Altenhilfeplanung einbringen und als katholische Träger mit einer Stimme sprechen. Deshalb hatte der Caritasverband des Bistums Aachen die Netzwerkbildung in den Regionen vor einem Jahr überhaupt angestoßen. In Gladbach ist man beim Netzwerken besonders schnell. "Es ist eine große Freude, dass wir in knapp zehn Monaten so viel erreicht haben", freut sich Polixa.

Positive Effekte erhoffen sich die Teilnehmer auch für die Gewinnung von Mitarbeitern, gemeinsame Fortbildungsangebote und das Qualitätsmanagement. "Es werden gegenseitig Audits durchgeführt", sagt Josef Aretz vom Wohn- und Pflegezentrum Hehn. "Davon versprechen wir uns eine Erweiterung des Horizonts und Impulse für die Weiterentwicklung der Altenpflege." Auch ein gemeinsamer Internetauftritt soll entstehen.

Damit das Netzwerk als Ganzes auch greifbar und konkret wird, sind im Laufe des Jahres "Bundesgenerationenspiele" geplant, bei denen generationen- und nationalitätenübergreifende Teams miteinander Aufgaben lösen. Wobei nicht sportlicher Ehrgeiz, sondern der Spaß und das gemeinsame Tun im Mittelpunkt stehen sollen. Es kann Handtuch-Volleyball geben, Kokosnuss-Kegeln oder Käserollen. Wer jetzt an den Spieleshow-Klassiker "Spiele ohne Grenzen" denkt, liegt richtig.

Die Träger Caritasverband MG, St.-Antonius-Altenheim, Wohn- und Pflegezentrum Hehn, Katharinenstift und Seniorenzentrum Haus Maria Frieden in Jüchen beschäftigen über 1000 hauptamtliche Mitarbeiter in der Pflege und betreuen fast 850 alte Menschen stationär, weitere 600 ambulant. Rund 440 Ehrenamtler sind in den Einrichtungen aktiv.

Quelle: RP
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