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Mönchengladbach
Dobermann beißt Sechsjährigen ins Gesicht

Mönchengladbach: Dobermann beißt sechsjähriges Kind ins Gesicht
Dobermann im Sprung (Symbolfoto). FOTO: Shutterstock/anetapics
Mönchengladbach. Ein Junge ist in Mönchengladbach von einem Dobermann angegriffen und schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen hatte das Kind für ein Foto neben dem Hund gekniet und das Tier am Hals angefasst.

Wie die Polizei mitteilt, kam es am Dienstagabend im privaten Rahmen zu dem Vorfall. Der Hund gehörte den Angaben zufolge einem 67-Jährigen, der zu Besuch bei der Familie des Sechsjährigen in Giesenkirchen gewesen war. Laut Polizei sollte der 67-Jährige im Garten auf den Sechsjährigen und seinen zwei Jahre älteren Bruder aufpassen. Zu dem Biss kam es den Angaben zufolge, als sich der Sechsjährige für ein Foto neben den Hund kniete. Dabei soll der Junge den Hals des Tieres angefasst haben. Der Hund biss zu und verletzte den Jungen schwer im Gesicht und am Kopf. 

Der 67-jährige Hundehalter alarmierte den Rettungsdienst. Der Junge wurde in ein Krankenhaus gebracht und dort umgehend operiert. "Der Junge hatte mehrere Hautverletzungen im Gesicht und am Kopf", sagt eine Sprecherin der Polizei auf Anfrage unserer Redaktion. Zum Glück seien die Bisse jedoch nicht sehr tief gewesen

Hund war zuvor unauffällig

Laut Polizei war der Hund vor dem Vorfall unauffällig. "Nach unseren Informationen hat das Tier zuvor noch niemanden gebissen", sagte die Sprecherin. Der Halter des Tieres sei geschockt gewesen. Der Hund sei es gewohnt gewesen, dass Kinder um ihn herum waren. "Er hat das Tier jetzt erstmal an seinen Sohn übergeben."

Gegen den Hundehalter wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Inzwischen hat die Polizei den Fall auch beim Veterinäramt gemeldet. Da der Hundehalter jedoch nicht in Mönchengladbach, sondern in Bayern wohnt, ist das Gladbacher Amt nicht für den Fall zuständig. Das teilte die Stadt auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Dobermänner gehören offiziell nicht zu der Kategorie der "gefährlichen Hunde", für die Halter besondere Bedingungen erfüllen müssen.

(skr)