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Mönchengladbach
Ob Garn oder Alu: Preise für Studierende

Mönchengladbach: Ob Garn oder Alu: Preise für Studierende
Foto links: Das Siegeroutfit von Verena Winkelmann. Foto unten: Roman Strauch, studentischer Leiter des Projekts Mobiler Laserschutz, stellt die Arbeit seines Teams der Öffentlichkeit vor. FOTO: HN
Mönchengladbach. Verena Winkelmann gewann den internationalen Strickdesign-Wettbewerb "Feel The Yarn" in Florenz. Hochschulinterne Auszeichnungen gingen an Gruppen aus dem Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Von Lisa Schmitz

Ein Strickoutfit mit aufgeschäumter, dreidimensionaler Optik: Die Studierende Verena Winkelmann gewann mit ihrem Designentwurf den internationalen Strickdesign-Wettbewerb "Feel The Yarn" in Florenz. Die Vertreterin der Hochschule Niederrhein setzte sich gegen sechs Mitbewerberinnen durch und tritt als Gewinnerin nun ein dreimonatiges bezahltes Praktikum bei der "Stefanel"-Gruppe in Treviso an.

Begleitet wurde die Studierende von ihren Kommilitoninnen Jennifer von Scotti und Katharina Bredlich sowie Prof. Dr. Ellen Bendt, Dozentin des Fachbereichs Design, die seit 2012 bei dem Wettbewerb dabei ist. Die Studentinnen erstellten Strickoutfits zum Thema "Dual - Contrast and Fusion", wobei der Entwurf von Verena Winkelmann von der Publikums- und Fachjury als besonders "kreativ und technisch anspruchsvolle Interpretation und Design" ausgezeichnet wurde.

"Es ist für uns eine große Ehre, bereits zum vierten Mal unter den weltweit besten Design-Hochschulen zur Teilnahme ausgewählt und eingeladen worden zu sein. Die Studierenden profitieren langfristig von den gewonnenen Kenntnissen und Kontakten", so Prof. Dr. Ellen Bendt.

Der Wettbewerb ist Teil der weltgrößten Garnmesse "Pitti Filati" und wird von dieser unterstützt. Im Rahmen der Reise nach Italien standen für die Teilnehmerinnen auch Firmenbesichtigungen, Workshops und ein Trainingsprogramm auf dem Plan. Neben der Hochschule Niederrhein beteiligten sich in diesem Jahr das Bunka Fashion College Tokio, das Beijing Institute of Fashion Technology, die Hochschule Luzern, das Politecnico Di Milano, die Hochschule Trier und das Royal College of Art aus London und The Hong Kong Polytechnic University, deren Studentin Ng Siu Mui sich einen weiteren Preis sicherte.

Dank Aluminiumverhüllung auch die stärksten Laser ungefährlich machen: Das ist Studierenden des Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der Hochschule Niederrhein gelungen. Gemeinsam mit anderen Projektgruppen zeigten sie jetzt auf dem Projekttag des Fachbereichs ihre Arbeiten.

Im Neubau am Campus Krefeld Süd informierten dazu acht Gruppen die interessierten Schüler, Kommilitonen sowie Professoren und Firmenvertreter. Im Anschluss wurde dann das beste Projekt gekürt und mit einem Sachpreis prämiert.

"Mit unserem Laserschutz haben wir das Ziel verfolgt, dass wir etwas konzipieren, das sowohl die Personen schützt, die einen Laser nutzen, als auch Umstehende oder Passanten. Häufig sind Letztere von indirekter Strahlung betroffen", erklärt Roman Strauch, studentischer Projektleiter des Projekts "Mobiler Schutzraum für Experimente mit Laser". Als Auftraggeber und Projektleiter unterstützte sie Prof. Dr. Arne Graßmann.

Neben der Fachbetreuung erhalten die Studierenden ein Grundbudget für Materialien, das sie durch Sponsoring oder Anträge auf Fördergelder selbstständig erweitern müssen. Die Projekte sind daher auf das gesamte Semester angelegt "Insgesamt brauchen wir rund drei Monate für Planung, Management, Zwischensitzungen und praktischer Arbeit. Wenn wir das Projekt am Ende fertiggestellt haben, bleibt meist noch Raum für Modifikation. Nicht selten übernehmen Folgegruppen daher die Ansätze von vorigen Projekten", so Strauch.

Die Projekte der Studierenden stellen ein eigenes Pflichtmodul in allen Bachelorstudiengängen des Fachbereichs dar. Ziel des Moduls ist die Analyse von Problemstellungen und die Erarbeitung von Lösungen aus dem Ingenieuralltag. Basierend auf den erlernten Fähigkeiten und Fertigkeiten aus den ersten vier Semestern wird in Kleingruppen das interdisziplinäre Arbeiten und Teamarbeit eingeübt.

Die Jury kürte die Gruppe "Individuelles wiederverwendbares Formwerkzeug" zum Sieger des Projekttags. Silber ging an das Projekt unter dem Titel "Portalkranmodell". Den dritten Platz belegte die Gruppe mit dem Thema "Messanordnung zur Ausfließgeschwindigkeit von Schüttgütern."

Quelle: RP
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