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Mönchengladbach
Planspiel Börse der Stadtsparkasse startet

Mönchengladbach. Bis zum 13. Dezember kaufen und verkaufen Schüler Aktien - rein fiktiv natürlich. Von Angela Rietdorf

50.000 Euro Startkapital - das ist doch was. Damit kann man etwas bewegen, damit kann man reich werden. Oder nicht? Das Startkapital, das allen Schülerteams, die am Planspiel Börse der Stadtsparkasse teilnehmen, zur Verfügung steht, ist natürlich rein fiktiv. Aber die Teilnehmer können damit Aktien, Anleihen oder Fonds kaufen, ihre Wertentwicklung verfolgen, zum richtigen Zeitpunkt das Depot umschichten und zum Schluss vielleicht als Sieger ins Ziel kommen. Das Spiel beginnt.

145 Schülerteams haben im vergangenen Jahr in Mönchengladbach am Planspiel Börse teilgenommen. Gewonnen haben die Amateurprofis vom Math.-Nat.: "Wir haben vom Weihnachtskonsum profitiert", erklären sie rückblickend ihren Erfolg.

Genau darum geht es bei dem Börsenspiel: Die Mitspieler müssen einschätzen, welche Entwicklung die Märkte nehmen, wo es bergauf geht, wo Verluste drohen. "Die Börse ist ein Konjunkturbarometer", erklärt Thomas Dölle, Anlageberater bei der Stadtsparkasse bei der Auftaktveranstaltung des Planspiels den Schülern und Lehrern. "Es sind momentan sehr aufregende Zeiten, wir haben sehr schwankungsintensive Märkte." In diesen Märkten sollen die Schüler sich bewegen. Mindestens drei Mal sollen sie kaufen oder verkaufen, die externen Faktoren im Auge behalten und den richtigen Riecher beweisen. Zehn Wochen, beginnend vom 5. Oktober, haben sie dafür Zeit. Der Experte gibt ihnen ein paar Tipps mit auf den Weg. "Der Ölpreisverfall im Frühjahr hat dazu geführt, dass die Ölindustrie weniger Gewinne gemacht hat, die Konsumunternehmen dagegen mehr, weil die Konsumenten mehr Geld in der Tasche hatten", erklärt er. "Der Brexit war ein Thema, das die Märkte zum Beben gebracht hat. Die Briten müssen jetzt noch ihren Austrittsantrag vorlegen, das wird Auswirkungen haben." Auch die US-Präsidentenwahlen werden sich auf die Aktienkurse auswirken, sagt Dölle. Und dann kommt natürlich noch das Weihnachtsgeschäft, auch darüber müssen die Schüler nachdenken. Denn am 13. Dezember ist Schluss mit dem fiktiven Aktienhandel, dann wird abgerechnet. Die Auswirkungen des Weihnachtsgeschäfts werden sich also wahrscheinlich im Wert des Depots spiegeln. Und es gibt die alte Börsenweisheit zu bedenken: Nicht alle Eier in einen Korb legen. Das Team, das am erfolgreichsten mit seinem Startkapital umgegangen ist, gewinnt 400 Euro und ist bei den Landes- und Bundesausscheidungen dabei. In diesem Jahr winkt den Deutschlandsiegern eine Reise nach Schweden. Auch das Team, das am erfolgreichsten auf Nachhaltigkeit gesetzt hat, gewinnt einen Preis.

Anmeldungen zum Planspiel Börse sind noch möglich. Allerdings sollte man nicht zu spät anfangen, denn schon die zehn Wochen Spielzeit sind ziemlich kurz. Erstmalig können auch junge Erwerbstätige zwischen 16 und 30 Jahren in einer eigenen Gruppe am Spiel teilnehmen. Alle Teilnahmebedingungen, Spielregeln und Termine finden sich auf der Internetseite der Stadtsparkasse unter: www.sparkasse-moenchengladbach.de

Quelle: RP
 
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