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Mönchengladbach
21 Kilometer Marathon-Strecke im Video - schön und anstrengend

Halbmarathon in Mönchengladbach: Die Strecke im Zeitraffer
Mönchengladbach. Vorort-Wohnviertel, Wahrzeichen, Schützenfeste und Wege durch Baustellen - die Strecke des Santander-Marathons zeigt den rund 3000 Teilnehmern am morgigen Samstag alles, was Gladbach zu bieten hat. Das sind die Höhepunkte. Von Text: Andreas Gruhn, Video: Sabine Kricke und Sarah Biere

Bergauf am Windmühlenweg brennen die Waden. Ein paar hundert Meter lang ist der Anstieg, und die 4,5 Prozent Steigung an der Stelle versprechen ein Freudenfest für die Muskelfasern. Die Läufer, die am Samstag beim Santander-Marathon diese Stelle hinter sich haben, werden kaum ein Auge für die weiten Felder haben, die sich hinter ihnen eröffnen. Dabei bietet der 21 Kilometer lange Rundkurs den rund 3000 Teilnehmern praktisch alles, was es in Mönchengladbach so zu entdecken gibt. Pittoreske Vorort-Wohnviertel, in denen die Bürgersteige gepflegt sind wie Teppiche. Eine imposante Bank-Zentrale, zwei Stadien, dann stattlicher Wald, historischer Wasserturm, modernes Minto, Innenstadt, Bahnlinie, wieder Wohnviertel, eine mit Schlaglöchern übersäte Straße - und zwei Schützenfeste.

Zwei Tage vor dem Startschuss säumen Hunderte Halteverbotsschilder die Strecke, auffallend viele Reinigungskräfte der Stadt schneiden entlang der Route Büsche, kehren Gehwege, säubern Straßen. Die Stadt macht sich hübsch für ihren ersten Marathon.

FOTO: NeoMove/RP

Los geht es am Nordpark direkt vor dem Eingangsportal der neuen Santander-Zentrale. Wenn die Läufer in Hehn ankommen - und das müssen alle, egal welche Strecke sind bewältigen - werden sie nach etwa 4,7 Kilometern Wegstrecke von Wimpelketten über der Straße begrüßt. Das ist eine sehr freundliche Geste, die ihren Ursprung in der Kirmes der St.-Michaels-Bruderschaft hat, die am Wochenende gefeiert wird - genauso wie in Dahl, wo die Läufer auf der Viktoriastraße und An der Landwehr die Märsche der St.-Hubertus-Bruderschaft antreiben könnten.

Dazwischen allerdings gibt's noch den wohl interessantesten Teil der Laufstrecke. Die Hindenburgstraße bietet nicht nur jede Menge Party, sondern den Läufern auch eine sehr anspruchsvolle Neigung von 7,7 Prozent. Auf Höhe des Minto ist eine Brücke über der Straße gebaut, von dort wird der Lauf kommentiert. Die Baustelle für den Sonnenhausplatz daneben ist noch lange nicht fertig, deshalb wird ein provisorischer Weg für die Sportler an der Stelle eingerichtet, der nachher wieder zurückgebaut wird. Insgesamt gibt's übrigens einen Anstieg von 121 Metern und Abstieg von 119 Metern zu bewältigen. Von wegen Flachland.

Wenn die Marathon-Läufer dann das Dahler Schützenfest hinter sich haben, wartet die nächste anspruchsvolle Straße: Die Gingterstraße in Ohler bietet nicht nur einen hübschen Blick auf Felder, sondern auch jede Menge Stolperfallen in Form von Schlaglöcher und Kanten im Straßenbelag. Irgendwie gehört das ja auch zur Stadt.

Zum Schluss führen die Planer die Athleten durch Holt zurück zum Nordpark. Und dann steht die gleiche Runde noch einmal an. Weil's so schön war.

Ein Video von der gesamten rund 21 Kilometer langen Strecke im Zeitraffer finden Sie im Internet unter www.rp-online.de/moenchengladbach.

Quelle: RP
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