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GHTC-Herren siegen im Derby

Lokalsport: GHTC-Herren siegen im Derby
Nach dem Sieg gegen Neuss verabschiedeten sich die GHTC-Herren aus der Saison. FOTO: Dieter Wiechmann
Hockey. Zum Saisonfinale der 2. Bundesliga drehen die Gladbacher einen 0:1-Rückstand gegen Neuss in einen 3:2-Erfolg. Für die Damen des Klubs gab es im Aufstiegsrennen der Regionalliga einen Dämpfer, doch bereits morgen geht es weiter. Von Vob Georg Amend

Die Herren des Gladbacher HTC haben die Saison der 2. Bundesliga mit einem Derbysieg und damit mit Rang sechs beendet. Im Heimspiel gegen Schwarz-Weiß Neuss setzte sich die Mannschaft von Trainer Philipp Heymanns mit 3:2 (0:1) durch. Anschließend ging es bei den schwül-warmen Temperaturen erst einmal zum Abkühlen in den Pool auf der GHTC-Anlage. So heiß wie das Wetter sei das Spiel aber gar nicht gewesen, sagte Heymanns: "Dass die Luft raus war, hat man bei beiden Mannschaften gesehen. Es war ein bisschen Sommerhockey in der ersten Halbzeit."

Doch sein Team hatte nicht vor, das letzte Saisonspiel zu Hause widerstandslos abzugeben und steigerte sich nach dem Wechsel. Paul Tenckhoff glich die Neusser Führung aus der achten Spielminute in Minute 52 aus, Thomas Sonntag und erneut Tenckhoff brachten den GHTC mit 3:1 in Führung. Neuss gelang nur noch der Anschluss. Heymanns resümierte: "Der sechste Platz ist am Ende ganz okay, dafür, dass wir vor ein paar Wochen noch so knapp vor den Abstiegsplätzen waren. Ich hoffe, dass jetzt alle Verletzten wieder gesund werden." Zwei Wochen haben die Herren komplett frei, danach trifft sich das Team einmal in der Woche zum lockeren "Hockey-Fußball oder Pool", wie Heymanns erklärte, bevor es in vier Wochen mit der Vorbereitung losgeht. In 13 Wochen beginnt die neue Saison. "Ich hoffe, dass wir auf der Endphase dieser Saison aufbauen können", sagte der Trainer.

Noch nicht beendet ist die Spielzeit der GHTC-Damen in der Regionalliga. Nach der 1:2 (1:0)-Niederlage gegen den neuen Tabellenvierten Rot-Weiß Köln II steht das Team von Trainer Achim Krauß unter Druck: Der Tabellendritte liegt weiter zwei Punkte hinter dem Crefelder HTC, der das Topspiel gegen RTHC Leverkusen ebenfalls mit 1:2 verlor, wodurch der Spitzenreiter seine Führung ausbaute und nun sechs Zähler vor den Gladbacherinnen liegt. Da nur der Erstplatzierte am Saisonende aufsteigt, heißt es für Krauß: "Wir haben zwar immer noch Chancen, aber jetzt müssten wir wirklich alles gewinnen. Und wenn man ehrlich ist: Mit einer Leistung wie gegen Köln in der zweiten Halbzeit, verbauen wir es uns selber." Denn der GHTC hatte es verpasst, die Führung von Laura Kandt deutlicher zu gestalten "Wir waren in der ersten Halbzeit haushoch überlegen, aber dann haben wir komplett den Faden verloren. Der Gegner wurde aggressiver und besser, wir immer unsicherer", sagte Krauß, der ergänzte: "Aufgrund der zweiten Halbzeit ist die Niederlage nicht unverdient, aber wir hätten in der ersten Halbzeit deutlicher führen müssen. So ist es ein ernüchterndes Ergebnis."

Die Punkte wären für den Aufstiegskampf naturgemäß ungemein wichtig gewesen, zumal es da direkt morgen (20 Uhr) weitergeht, wenn die Gladbacherinnen den direkten Konkurrenten Krefeld empfangen. Es handelt sich um ein Nachholspiel, die eigentlich angesetzte Partie wurde auf Wunsch der Gegnerinnen verlegt. Die Krefelder Herren standen damals kurz davor, in die Deutsche Endrunde einzuziehen, die Damen wollten das dann sehen und baten um Verlegung des zeitgleich angesetzten Ligaspiels - am Ende verpassten die Krefelder Herren indes die Endrunde. Krauß hat trotzdem Verständnis: "Das war ein Wunsch, dem wir gerne nachkommen, weil das bei uns ja auch mal vorkommen kann." Nun gibt es morgen "ein vorentscheidendes Spiel", wie der Trainer meint. Ihm fehlt in Marie Schmid eine Leistungsträgerin, dafür soll Silke Ungricht, die gegen Köln noch verletzt fehlte, "teilweise spielen. Sie ist noch angeschlagen", sagt Krauß.

Quelle: RP
 
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