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Mönchengladbach
Zukunft der Real-Immobilien ist noch ungeklärt

Mönchengladbach. Böten Milchmädchenrechnungen eine verlässliche Grundlage für Rechenspiele, wäre folgende Gleichung eine einfach zu lösende: Rund 500 Mitarbeiter beschäftigt die Warenhauskette Real bisher an ihrem Mönchengladbacher Verwaltungsstandort - und rund 500 Stellen will sie insgesamt abbauen, indem sie ihre Verwaltung in Düsseldorf zentralisiert. Von Jan Schnettler

Doch ein wenig komplexer ist die Mathematik dann doch - außerdem stehe noch überhaupt nicht fest, welche Mitarbeiter an welchen Standorten ausscheiden werden. Das sagte Real-Sprecher Markus Jablonski gestern auf Anfrage.

Die Meldefrist für das mit Sonderprämien verbundene freiwillige Abfindungsprogramm, auf das sich Real mit dem Betriebsrat geeignet hatte, sei jetzt gerade abgelaufen. Anschließend werde der Arbeitgeber eruieren, welchen dieser Meldungen er zustimmt und welchen nicht. Eine Aussage darüber, wie viele Mitarbeiter, die bisher in Mönchengladbach angestellt sind, nicht mit in die Landeshauptstadt umziehen, werde man also voraussichtlich gegen Jahresende treffen können, sagte Jablonski weiter. Da der Umzug bereits im Frühjahr 2018 vollzogen sein soll, brauche man aber auch alsbald entsprechende Planungssicherheit. Derzeit sind die insgesamt rund 1500 Verwaltungsangestellten von Real auf vier Standorte in Mönchengladbach, Hannover, Düsseldorf und Wörrstadt (Rheinland-Pfalz) verteilt. Die Handelskette verspricht sich durch die Einschnitte Einsparungen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich.

Völlig unklar ist derzeit auch noch, was mit den Real-Immobilien in Mönchengladbach künftig geschieht. Insbesondere die ehemalige Allkauf-Zentrale "passt heute sicher nicht mehr ganz in die Umgebung", sagt Markus Jablonski. Den Standort der Warenhauskette Allkauf an der Reyerhütte hatte der Real-Mutterkonzern Metro im Jahr 1998 übernommen. Weitere Unternehmensbereiche wie Immobilien, Recht, Kfz und die Bauabteilung sitzen an der Korschenbroicher Straße.

Sämtliche Standorte werden im Zuge der Zentralisierung in der Landeshauptstadt aufgegeben. Die Pläne hinsichtlich der Umstrukturierung waren im vergangenen Oktober bekanntgegeben worden.

Quelle: RP
 
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