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Moers
Gudrun Tersteegen - geprägt durch die grüne Gründerzeit

Moers. "Früher habe ich auch eine lila Latzhose getragen", verrät Gudrun Tersteegen amüsiert. Demonstrationen gegen Atomkraft und für den Weltfrieden, Engagement für die Frauenbewegung - das alles passierte in der Zeit, als die gebürtige Dortmunderin politisch geprägt wurde, in den Tagen, als die Grünen eine junge Partei waren. "Da ging es hoch her", erinnert sie sich. Die Ideale von damals sind für die Landtagskandidatin keineswegs überholt. In den späten 80er Jahren verlor sie den Kontakt zum grünen Ortsverband in Dortmund, den sie mitgegründet hatte. Vor einigen Jahren trat sie wieder in die Partei ein. Dass die Grünen zurzeit in den Umfragen etwas durchhängen, hat ihrer Meinung nach nicht mit der falschen Politik zu tun. "Klassische Themenfelder der Grünen werden heute von vielen Parteien besetzt." Welche Partei kann es sich schon leisten, gegen Umweltschutz zu sein? Zudem beherrschten Populisten wie die AfD mit provokanten Aussagen die Medien. Ihr politischer Blick sei in der Jugend geschärft worden, sagt Tersteegen. "Besonders die Männer in unserer Familie waren konservativ. Da haben wir manchmal erbittert gestritten." Ein Thema, das sie bis heute beschäftigt, ist die Friedenspolitik. "Auch in einem weiteren Sinne, etwa im Kampf gegen Rassismus." Seit Jahren ist Tersteegen Mitglied des Moerser Rates. An den Niederrhein kam sie vor 25 Jahren. "Mein Mann und ich haben uns bewusst für Moers entschieden. Ich kannte die Stadt schon durch das Moers Festival." Heute wohnt das Paar mit der 20-jährigen Tochter in Kapellen. Von Beruf ist die Kandidatin selbstständige Werbefachfrau. "Das habe ich von der Pike gelernt."
Quelle: RP
 
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