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Rheurdt
Neuer Haushalt: Gemeinde Rheurdt steht finanziell gut da

Rheurdt. Nur ein geringes Defizit weist der Haushaltsentwurf für das Jahr 2018 auf. Die Steuern werden nicht erhöht.

Die Einwohner der Gemeinde Rheurdt können über den Zustand der kommunalen Finanzen fürs erste beruhigt sein: Bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfes für das Jahr 2018 haben Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen und Kämmerer Marcell Schüren im Rat ein erfreuliches Bild der Kassenlage gezeichnet. "Wir sind gut aufgestellt", versicherte Kleinenkuhnen in seiner Ansprache. "Wir können alle schon begonnenen Maßnahmen zur Entwicklung unserer Gemeinde gut weiterführen, wie haben die Mittel, Neues in Angriff zu nehmen, und wir können unsere Schulden weiter abbauen."

Die Ereignisse in der weiten Welt, wie Klimawandel und Kriege, gingen aber auch am beschaulichen Rheurdt nicht vorbei, sagte der Bürgermeister. Zu den unvorhergesehenen Ausgaben in diesem Jahr hätten die heftigen Unwetter gehört, die in vielen Kommunen große Kosten nach sich gezogen hätten. Auch werde die Gemeinde sich weiter für die Unterkunft und Integration der Flüchtlinge engagieren, von denen zurzeit 149 in Rheurdt leben. Kleinenkuhnen lobte ausdrücklich den Einsatz "einer sehr engagierten Gruppe von Frauen und Männern" bei der Betreuung der Flüchtlinge. Zusammen mit der Caritas seien diese Ehrenamtler unverzichtbar. Zugleich erneuerte der Bürgermeister seine Forderung an Bund und Land, sich an den Kosten für die Integration der Flüchtlinge angemessen zu beteiligen.

Marcell Schüren erläuterte anschließend die wichtigsten Zahlen des neuen Haushaltsentwurfs: Mit elf Millionen Euro ist dieser einer der bislang größten der Gemeinde. Es gibt zwar ein Defizit, aber das ist mit 435.000 Euro vergleichsweise gering. Viele Bürger werden gerne hören, dass die Hebesätze der Grundsteuer und der Gewerbesteuern nicht erhöht werden sollen.

Die Rücklage der Gemeinde sei mit 2,3 Millionen Euro komfortabel, Rheurdt müsse nicht befürchten, in absehbarer Zeit einen genehmigungspflichtigen Haushalt zu bekommen, erklärte der Kämmerer. Die Investitionen im kommenden Jahr bezifferte er mit rund 1,9 Millionen Euro. So wird die Sanierung beider Turnhallen beginnen (die Baumaßnahme ist auf drei Jahre angelegt), und es wird Geld in Kanalsanierungen fließen. Klaus Kleinenkuhnen hatte zuvor versichert, die Schwerpunkte der Verwaltung auch im kommenden Jahr würden "Kinderbetreuung, Infrastruktur und Versorgungssicherheit" sein.

In den kommenden Wochen werden nunmehr die Ratsfraktionen den neuen Haushaltsentwurf beraten und eventuell Änderungen vorschlagen.

(s-g)
 
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