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Neuss
Alte Post zeigt Werke von polnischen Künstlern

Neuss. Ab heute gibt es in Neuss und Düsseldorf viel zu sehen. Von Merlin Bartel

Orange-rote Baumwurzeln ragen aus dem Fußboden, Holz-Parkett bahnt sich von der Eingangstür seinen Weg die Wände hoch - bis an die Decke. Diese und weitere ausgefallene Werke sind ab Sonntag, 11. Juni, 11.30 Uhr, im Kulturforum Alte Post zu sehen. Sie sind Teil von "Triangel", einem Kunstprojekt der Städte Neuss, Düsseldorf und Krakau.

20 Kunstakademie-Absolventen präsentieren im Foyer und auf der ersten Etage der Alten Post ihre Exponate - die eine Hälfte kommt aus Düsseldorf, die andere aus Krakau. Auch das ehemalige Büdchen nebenan hat für dieses Event einen neuen Anstrich bekommen.

Im August 2016 nahmen Künstler aus NRW in Krakau an der Kunstbiennale "Cube" teil - der Beginn einer deutsch-polnischen Freundschaft. Die beteiligten Mitglieder des Vereins der Düsseldorfer Künstler beschlossen, sich 2017 mit einer Einladung nach Deutschland zu revanchieren. Diese künstlerische Zusammenarbeit erhielt aufgrund der drei beteiligten Städte den Namen "Triangel".

Passend dazu gibt es auch drei Ausstellungsorte: Neben der Alten Post sind das Polnische Institut und die Sittart-Galerie in Düsseldorf dabei. Im Institut sollen in fünf Räumen die Werke der 20 Künstler in einen Dialog miteinander treten, in der Galerie gibt es eine Fotodokumentation des Austauschs zwischen Düsseldorfer und Krakauer Künstlern, der 2012 begann. Neben den Ausstellungen findet ein Rahmenprogramm mit Kunst, Lyrik und Film statt. Die Schirmherrschaft haben der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel sowie sein Neusser Amtskollege Reiner Breuer.

"Eine Kooperation zwischen Neuss und Düsseldorf hat es in dieser Form bisher nicht gegeben", sagt Klaus Richter, künstlerischer Leiter der Alten Post. "Die Werke sind ein kreativer Austausch zwischen den beiden Ländern."Bei den Installationen werde sowohl mit Natur, Architektur als auch Alltagsgegenständen gespielt. Gesprühte Ameisen weisen den Weg zur ersten Etage, wo weitere Kunstwerke hängen.

"Wir freuen uns über die Zusammenarbeit", sagt Richter. "In Neuss gibt es eine große polnische Gemeinde. Für jeden Besucher ist die passende Kunst dabei, denn unter den 20 Absolventen sind Jung und Alt vertreten."

Quelle: NGZ
 
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