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Neuss
Bildhauer Richard Deacon folgt auf Olafur Eliasson

Neuss. Die Langen Foundation gibt renommierten Künstlern wie Richard Deacon und jungen wie Helen Feifel Raum.

Wenn in knapp drei Wochen die Ausstellung mit den Werken des isländisch-dänischen Künstlers Olafur Eliasson in der Langen Foundation endet - sie war wegen der großen Resonanz bis 21. Februar verlängert worden -, dann steht gewissermaßen schon die nächste Kunst vor der Tür. Wobei es einiges an Zeit brauchen wird, um die Installationen, Fotoarbeiten und Objekte aus der Berliner Sammlung Boros wieder zu verpacken. Denn kaum eine Ausstellung in den vergangenen Jahren hat einen solch umfassenden Einblick in die Welt von Olafur Eliasson vermittelt wie die auf der Raketenstation. Grund genug also, die letzten Tage noch zu nutzen.

Mit der Eliasson-Schau endet auch die Ausstellung anlässlich des 80. Geburtstag von Carl Andre mit den großen Bodenskulpturen "Cataract" und "47 Roaring Forties", die die Langen Foundation und die Stiftung Hombroich gemeinsam im Außenbereich des Kunsthauses zeigen.

Das Jahresprogramm der Langen Foundation wartet indes erneut mit einem großen Namen auf: Richard Deacon. Der Künstler, Träger des renommierten Turner Prize, unter anderem Professor der Kunstakademie Düssledorf (2009) und Mitglied der Berliner Akademie der Künste, gehört zu den führenden Vertretern der zeitgenössischen Bildhauerei.

Der 1949 geborene Brite zeigt ab 28. August auf der Raketenstation seine Werke unter dem Motto "On the other Side". Die Ausstellung präsentiert Deacon-Arbeiten aus den vergangenen zehn Jahren - aus Holz, Metall und Keramik, wobei er mit dem Material sehr experimentell umgeht. Seine monumentalen, aber dennoch schwerelos wirkenden Skulpturen sind zur öffentlichen Kunst in Millionenstädten wie San Francisco, New York und Paris geworden. seine letzte Ausstellung hatte Deacon übrigens in der renommierten Tate Britain in London. Er lebt und arbeitet in der britischen Hauptstadt und in New York. Die Ausstellung wird am 28. August eröffnet und läuft bis 5. März 2017.

Zeitgenössische Kunst präsentiert auch die Schau, die vor Richard Deacon in der Langen Foundation zu sehen ist. Helen Feifel steht für die jungen Künstler, denen die Stiftung unter der Künstlerischen Leiterin Christiane Maria Schneider regelmäßig Raum gibt. Die 32-Jährige Helen Feifel lebt in Berlin und arbeitet in verschiedenen Genres: Bildhauerei, Fotografie und Malerei. Letztgenannte steht auch im Fokus ihres künstlerischen Schaffens, durch ihre malerischen Eingriffe verknüpft sie auch alle Gattungen. Für die Ausstellung in der Langen Foundation entsteht ein Zyklus handkolorierter Fotografien, der vermutlich neun Teile haben wird. Die Ausstellung wird am 10. April eröffnet und endet am 7. August.

Mit "Gottesbildern Ostasiens" zeigt die Stiftung auch wieder Werke aus dem eigenen Bestand. Mit ihrer ersten Reise nach Indien 1959 begann die lebenslange Leidenschaft des Stifterpaars Viktor und Marianne Langen für Ausdrucksformen des Buddhismus, Jainismus und Hinduismus. Sie sind die drei bedeutenden Weltreligionen des indischen Subkontinents.

Die Ausstellung umfasst rund 60 Skulpturen in Stein und Bronze aus der Sammlung Viktor und Marianne Langen, die in der Zeit vom 2. bis zum 18. Jahrhundert entstanden sind. Sie stammen aus Ländern, die alle auf unterschiedliche Weise durch indische Religionen geprägt wurden wie Indien, Burma, Thailand und Kambodscha sowie aus Nepal, Tibet, China und Korea. Die Ausstellung beginnt am 13. März und am 7. August.

(hbm)
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