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Radevormwald
Rade erneut Teil eines WHO-Projektes

Radevormwald. Die Stadt ist als erste in Deutschland ins Programm altersfreundliche Welt aufgenommen worden. Von Wolfgang Scholl

Die Post aus Genf erreichte den Trägerverein "aktiv55plus" zum Wochenende: Radevormwald ist jetzt Teil des Programms der Weltgesundheitsorganisation (WHO) "Age-friendly World". Die Stadt ist damit zum zweiten Mal Teil eines Projektes, das die WHO aufgelegt hat. Beim ersten Mal ging es um "Gesundes Altern". Aus dieser Aktion ist später der Verein "aktiv55plus" entstanden.

Radevormwald reiht sich in eine Gruppe von 314 Städten aus 35 Ländern mit insgesamt 124 Millionen Menschen ein. Die Stadt ist die erste in Deutschland, die von dieser Aktion profitieren könnte. "Wir maßen uns dabei zum Beispiel nicht an, die Stadt mit New York oder Hongkong vergleichen zu wollen", sagt Projektkoordinatorin Kyra Springer. Der Vorsitzende des Vereins, Dr. Reinhold Hikl, im Beruf Medizinischer Direktor des Sana Krankenhauses, wird am Donnerstag, 10. November, über das Projekt berichten und es vorstellen. "Der Termin mit der VHS lag schon einige Zeit lang fest. Jetzt ist er natürlich ideal, weil nicht nur über die geplante Teilnahme, sondern über die Beteiligung gesprochen werden kann", sagte Springer. Die Bedeutung des Projektes lässt sich daran erkennen, dass Dr. Michael Philippi, der Vorstandsvorsitzende der Sana Kliniken GmbH aus München, dieses Projekt befürwortet. Er traf sich in Rade mit WHO-Mitarbeiter Dr. Rüdiger Krech, der weiter regelmäßigen Kontakt zu Radevormwald hält.

Geld wird es für Radevormwald direkt nicht geben. Die Mitarbeiter des Vereins können aber in Zukunft auf eine umfangreiche Datenbank zurückgreifen, mit deren Hilfe neue Ideen entwickelt werden sollen. Durch die Erfüllung von Bedingungen aus einem umfangreichen Katalog kann die teilnehmende Stadt erkennen, ob sie im Laufe des Prozesses von mehreren Jahren altersfreundlicher geworden ist. "Als Mitglied im WHO-Netzwerk verpflichten wir uns, in den kommenden drei Jahren eine Checkliste mit gut 80 Punkten aus sechs Themenbereichen abzuarbeiten", hatte Hikl bei der Vorstellung der Bewerbung erläutert. Der Vorteil sei, sagt Kyra Springer, dass auch andere kleinere Kommunen schon Erfahrung mit "Age-friendly world" hätten und sich daraus Synergie-Effekte ergeben könnten. Gleichzeitig soll das Projekt helfen, den Verein weiter nach vorne zu bringen, um vielleicht weitere Aktionen starten zu können, damit Radevormwald "altersfreundlicher" wird.

Do. 10. November, 19 Uhr, Bürgerhaus, Foyer, Schlossmacherplatz.

Quelle: RP
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